Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kley. 425

eben nicht tief geht. Hat einLandwirth dieMahfiso muß erden rothen Kley bey aller Gelegenheit vorziehen.

Der rothe und gelbe Kley kommen in vielen Stü-cken mit einander überein, wie sie denn beynahe von ei-nerley Natur sind. Beyde dienen zu Ziegeln; inson-derheit gibt der rothe eine vortreffliche Art, die zwareben nicht hoch von Farbe, aber doch sehr stark ist.Doch bedient man sich ihrer nicht viel dazu. Die Zie-gel - Streicher nehmen nicht gern bloßen Kley; es erfor-dert viele Zeit und Arbeit, ihn zur Form zu temperi-ren, und wenn er trocknet, schrumpft er ein. Die da-von gebrannten Ziegel sind stark, aber theuer.

Beyde, der rothe und gelbe Kley, werden auch inEngland zur Verfertigung verschiedener irdener Ge-schirre gebraucht, aber selten allein. Der gelbe, isteines von den Ingredientien der gemeinen staffordshir-ischen Ware; der rothe wird zu der Zusammensetzungder bessern Arbeiten gemischt. Der gelbe ist auch eingemeines Ingrediens zu Garten - Töpfen, denn er be-kommt im Brennen eine rökhliche Farbe.

Gemeiniglich findet sich da, wo der Kley, welcher derOberfläche nahe liegt, von einer zarien und spröden Artist, darunter eine Schicht, welche fester und zäher ist.Es geschieht oft, daß, wenn diese beyde Arren zustmi-men gemischet werden, dieselben eine Erde von gehör-iger Consistenz darstellen. Wer also Ziegel streichenwill, muß sich durch das erste Ansehen des Kleyes nichtabschrecken lassen, indem solches fast bey allen Artendes Kleyes angeht. Die sehr schlechten und sprödenArten allein sind es- welche hierzu nicht gebraucht wer-den können; sonst aber lassen sie sich entweder allein be-arbeiten, oder auch mit Straßen-Kothe oder Aschever-bessern, oder man verbessert auch eine Art mit derandern.

Da der rothe Kley fester ist, als der gelbe, so sollteman glauben, daß sich stärkere Ware daraus machen

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