Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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433
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Kleye. 4zz

Aerzcen entweder in einem flüssigen Vehikel, «der introckner Gestalt angewendet/ und ist solchemnach sowohlerweichend, als auch austrocknend. Von den Fär-bern wird die Kleye zu der Infusion des Indigo ge-than, (s. Th. V, S. 625,) nicht sowohl, ,um das-Wasser gelinde zu machen, als welches, ihrer Meinungnach, fast allezeit Theilchen eines sauern Salzes, wel-che man schwächen müsse, enthält, als vielmehr einegewisse Quantität kleberiger Materie durch Wasser aus-zubreiten, damit die färbenden Theilchen sich nicht sogeschwinde senken, als sie sonst in einem flüssigen We-sen thun würden, welches nicht einen gewissen Gradder Verdickung erhalten hätte. Verschiedene Hand-werker brauchen die Kleye auch mit unter ihre Beißen.So haben z. B. die Weiß.-Gärber eine RleyenoBeirze, wovon ich bey Beschreibung deö Leder-Berei»tens handeln werde. Das Frauenzimmer bedient sichzuweilen der Kleye unter dem Wasch-Wasser, um sichdamit die Flecken aus der Haut zu reiben.

In Frankreich unterscheidet man dreyerley Kleye:r. Harre Rleye/ S m du d. i. grobe schwere Kleye,welche wie zerhackt ist, weil der Läufer nicht recht in dieLehre gebracht worden ist; diese Kleye ist kurz, undmeist voll Mehl. 2. Ferre Rleye/ S™, g? as d. i.solche, in welcher noch grobes Mehl oder Gries geblie-ben ist. Z. Reine/ rodre/. ausgemahlne Rleye/Son maigre, Sun scc, g:os 8- n, d. i. solche, aus wel-cher man das Mehl so rein, als möglich, ausgemahlenhat. Bey uns wird gewöhnlich nur einerley Kleye ge-macht. Man macht keine fette Klene; und dieGries-Kleye, d. i. sowohl die beym Schrokgange von Griesabgesiebte, alsauch die beym zweyten und dritten Gries-gange aus dem Beutel fallende Kleye aber schüttet manzum schwarzen Mehle auf. >

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