Kiima.
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um eine halbe Stunde übertrifft: so ist ein Monath« Rli,ma ein Raum zwischen zwey, mit den Polar - Zir-keln parallel laufenden Zirkeln, dessen längster Tag um ei-nen Monath, oder 30 Tage länger oder kürzer ist, als indem daran stoßenden.
Die Alten, welche die Klimata auf der Erde nicht weitergehen liessen, als so weit sie ihrer Einbildung nach bewohntwar, setzten deren nur 7, wie ich bereits gesagt habe. Daserste liessen sie durch Meroe gehen; das zweyte, durch Sien-na; das dritte, durch Alexandria; das vierte, durch Rho-dus; das fünfte, durch Rom: das sechste, durch Pontus;und das siebente, durch den Mund des Borysthenes. DieNeuern, welche weiter an die Pole hin gesegelt sind, setzenzu jeder Seite 30 Klimata; und weil die Schräge einerSphäre einen kleinen Unterschied in der Lange des läng-sten Tages macht, so geben Einige zum Unterschied derKli-matum nur eine Viertel-Stunde, statt einer halben, an.
Die Erfahrung lehrt, daß die Wärme und Käl!ein demselben Klima, und noch mehr in zwey überein-stimmenden aufbeyden Hälften der Erdkugel nicht über-all einerley ist. Die hohe oder niedere Lage, die flacheoder bergige Gegend, die Beschaffenheit des Erdbo-dens, die Nähe großer Ströhme oder gar des Meeres,und viele andere Ursachen, sind im Stande, hier dieWärme oder Kälte zu vermehren, dort zu ver-niindern. *
Der Naturforscher und der Arzt verstehen unterRlima nicht nur die vorhin angezeigten mathematischabgetheilten Erdstriche, sondern überhaupt die verschie-dene Temperatur von Wärme, Kälte, Trockenheitoder Nässe der Atmosphäre eines Landes oder einesErdstriches, auch sogar zuweilen die Beschaffen-heit des Erdbodens selbst. Daß dieses alles einwichtiges Augenmerk für beyde Wissenschaften sey,erhellet gar deutlich, wenn man den großen Einfluß,den die Verschiedenheit der Klimaten auf den Men-schen, auf die Thiere und die Pflanzen hat, überlegt.