Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Klima.

Auch Thärigkeit und Runstfietß gehören, wie ichoben bemerkt habe, zu den Vorzügen kalter Länder,schranken sich aber doch besonders nur auf körperlicheGeschicklichkeit ein, ohne sich in Ansträngung der Gei-stes - Kräfte sonderlich zu äussern.

Der sittliche Character der Bewohner gemäßig-ter Erdstriche, ist von gemischter Art, wiewohl guteEigenschaften in ihm das Uebergewicht haben, und sichbesonders durch tugendhafte äufferliche Handlungenweit öfter, als in heißen Landern, äussern. Mit derNatur des Handels genauer bekannt, und von derNothwendigkeit eines gegenseitigen Zutrauens in wicht-igen Geschäften überzeugt, ist der Mensch in gemäßig-ten Ländern weit weniger zu Betriegereyen und Hinter-list geneigt. Das Bewußtseyn der Überlegenheit anMuth und Kriegs - Künsten macht ihn minder grau-sam, und die Ueberzeugung von dem glücklichen Ein-flüsse, den ein gesittetes nnd anständiges Betragen derBürger auf die ganze Verfassung und Regierungs-Form des States haben muß, hält ihn ab, anderndurch öffentliche Uebertretung der Sitten - Gesetze einAergerniß zu geben. Das Vertrauen aufeigene Machtund Fähigkeiten bringt überdies noch diese glücklicheWirkung hervor, daß die Bewohner gemäßigter Län-der minder eigennützig sind, von mehrerm Eifer für dasgemeine Beste des States, und von einem größer»Wohlwollen gegen alle Menschen überhaupt, beseeltwerden. Wer beständig für sein Leben und EigenkhuiyGefahr befürchtet, der hat in allem, was er thut undunternimmt, nur sein eigenes Selbst und die zrinächstmit ihm verbundenen Personen vor Augen. Je mehrsich seine Umstände verbessern, desto mehrere Gefahrglaubt er befürchten zu müssen; dahingegen derjenige,der sich und die Seinigeu hinlänglich sicher weiß, ver-möge der dem menschlichen Geiste natürlichen Thätig-keit, anderwärts, ausserhalb jenem engern Kreise sich

zu