Klima.
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sich, ihr Hang zu Ausschweifungen überwiegend. Undihr Verstand unausgebildet. Sir nehmen keinen An-theil an Geschäften, und werden im Range den Män-nern weit nachgesetzt; daher ste denn unmöglich Gegen-stände der Ehrfurcht, Achtung Und vernünftiger Zu-neigung seyn können. Kein Wunder also, wenn tie Män-ner sich so wenig Mühe geben, ein dem schönen Ge-schlechte gefälliges Betragen anzunehmen (* 9 ;.
In kalten Ländern befinden sich zwar die Weibernicht in dein Zwange einer beständig eingezogenen Le-bensart; dem ungeachtet aber begegnet man ihnen, wieich oben gedacht habe, mit sehe geringer Achtung, undihr Umgang mit dem andern Geschlechte kann daherwenig Einfluß auf die Sitten haben. In Rußlandwurden die Weiber noch in neuern Zeiten kaum für et-was besser, als Haus-Bediente, gehalten, und muß-ten sich bequemen, von ihren Männern, so oft es die-sen einfiel, Schlage zu erdulden; ja das Symbol derEhe selbst war eine Knoten - Peitsche (Knute). Durchdie Gemeinschaft mit andern Nationen hat dieses roheBetragen sich größten Theils verloren, und Rußlandhat dadurch sowohl, als auch durch audere Sitten-Verbesserungen, gar sehr in der Achtung des übrigenEuropa gewonnen; indessen sind doch Spuren genugübrig, welche den ursprünglichen Character des Vol-kes verrathen.
Die Ursachen, von welchen die größere Verfeiner-ung und Annehmlichkeit der Sitten in gemäßigten Län-dern
(49) Da» Mahlen des Getreides, eine äusserst beschwerliche undniedrige Arbeit, wurde ehedem, und wird noch jn>r in dcttMergenländern durchgeheuds von Sklavinnen verrichtet.
2 Mos. II, s. I-, 29. Makkh. 24, 41. Homer. Oriysf XX,lofi 108. Shati/'s Tniveis, p. 296. Harm er's Obs. I, p. 153,
Es haben aber die meisten Rcise^"chniber uns irrige Nach«richten von dem Zustande des weiolichcii Geschlechtes in denMorgenländern eitheilt, weil sie keinen Unterschied zwischenEclavinnkn und Freygebonien machen.
Ock.Enc. XsiTh. Ji