Klöppeln. 65z
und Silber-Fäden wird in den Gold/ und Silber-Ma-nufacluren verfertigt.
Bey dem Klöppeln der Spitzen wird, gedachterMaßen, das Muster auf das Klöppel-Pult mit Na-deln befestigt. Der Zwirn wird auf mehr oder weni-ger Klöppel-Hölzer gewickelt, je nach dem die Spitzenbreit oder schmäh! werden sollen. Der Ansang der Ar-beit wird damit gemacht, daß oben im Muster Nadelneingesteckt, und um dieselben die Enden, der Zwirn-Fäden eines jeden Klöppels befestiget werden. DaSganze Muster ist mir hervorstehenden Steck-Nadelnbeseht, nin welche die an den Klöppeln befindlichen Fa-den rechts und links geschlungen und in einander ver-knüpft, nachdem aber ein Stück Arbeit , fertig gewordenist, wieder ausgezogen, und aufs neue zur Fortsetzungder Arbeit eingesteckt werden.
Nach dem das Myster zu einer Kante künstlich oderbreit ist, nach dem gehören mehr oder weniger Klöppeldazu. Schlechte oder gemeine Kanten Haben au 50genug; feinere verlangen schon 2oo; und die brabaut-ischen, 4 bis 500 Klöppel, und vielleicht noch mehr^Nachdem Las Muster auf Papier gezeichnet, und dieZüge mit einer Nadel auf einem Pergament-Streifennachgestochen worden sind, werden in jedes Loch desDurchstiches Nadeln gesteckt, das eine Ende des aufden Klöppel gewundenen Zwirnes um die Nadel h^rumgeschlungen, die Klöppel nach der Vorschrift.der Na-deln und Stiche durch einander geworfey, die Blumegeflochten, die Nadeln weiter gerückt, und so langefortgeklöppelt, als der durchstochene Streifen dazu hin-reicht. Ist dieser ganz überklöppelt, so wender manihn um. Dieses wird so lange wiederhohlt, ,alS das,Stück Kanten lang werden soll. DasKlöppeln geschieht.demnach jederzeit auf der pergameyteney Patrone- bisdiese mit dem fertigen Kanten - Ende gayz und gar be-deckt ist, und zum Umkehren aufgehoben werden muß.
Bey