Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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standen in öffentlichen Aemtern, sie hatten den Beichtstuhl,die Kanzeln, die Lehrstühle in allen Gegenden; sie warennicht mehr arme,. durstige, sondern sie besaßen oft größereReichthümer, akH manche Fürsten. In diesem Zeitraumeentstanden die drey klösterlichen Gelübde, wovon zu befreyen,der Papst allein sich vorbehielt. In diesem Zeiträume standes schon den Mönchen nicht mehr frey, ihr Kloster weiterzu verlassen; auch, findet man in einigen Statuten, und be-sonders in jenen der Karthäuser des Generals Riffersalten Statuten, den Befehl, den aus dem Kloster flüchtiggewordenen nachzujagen, damit sie die Geheimnisse desOr«dens nicht verrathen können. Diesen Zeitraum kann manden Zeitraum der Ausbreitung des Mönchswesens nennen,wenn man darunter nähmlich die Stiftung mehrerer Klö-fier, und die Erwerbung unermeßlicher Reichthümer ver-steht. Hospinianus hat von den gestifteten Klöstern einVerzeichniß gemacht. Vom 1.900 bis 1150, sind unge-fähr 450 Kloster von diesen Orden gestiftet worden.

So häufig aber auch diese Klöster in der damahls be-kannten Welt waren, so waren diese doch dem römischenHofe, und dem Aberglauben einiger Fürsten und Bischöfe,noch nicht genug. Eine bisher noch unbekannte Classe vonMönchen entstand, und bald war von ihnen her ganze Erd-boden überschwemmt. Man begreift sie unter dem Nah-men der Bettel-Orden. Der Stifter dieser so berühmtgewordenen Classe von Mönchen, ist der Sohn des reichenPeter Bernardon, der unter dem Nahmen Franzvc-nAssisi, ober auch unter dem des seraphischen Va-ters, bekannt ist. Er war der erste, dem es Dummheitund Trägheit eingaben, die Worte Jesu von der Verlassungder Güter buchstäblich zu verstehen, und sich mit Betteln zubeschäftigen. Die nachfolgenden Stifter, als: Domini-cus, u. c. waren bloße Nachahmer dieses einfältigen Men-schen, nur daß sie ihre Orden nach ihrem eigenen Characterformten. In diese Zeiten setzt man also ihren Urssrüng; aberihre gesetzmäßige Form fing erst unter Papst Gregor X.im 1.127z, nach dem Lonc. l.u^6. an. Es waren nahni-sich auf einmahl so viel neue Orden entstanden, daß theilsdie vorhandenen reicheren Mönchs-Orden den Papst baten,sie zu verinindern, theils der Papst selbst befürchtete, dieFürstcn möchten eine große Menge Bettler und Landstrei-cher nicht dulden- und auf die gänzliche Aufhebung aller

derer