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13 (1820) Europäische Türkey / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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151
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Lap. VI. Kleidung^. «51

welche uns jetzt beschäftigen» und vielleicht für einige Lesernicht ohne Interesse seyn wird.

Die Trachten der Morgenländer haben Lobredner ge-sunden und nicht zu laugnen ist es, daß sie gefälliger fürdas Auge und vielleicht auch zweckmäßiger sind, als untereFrack- oder Staat-kleider, die kein Maler und noch we-niger ein Bildhauer nachbilden kann, ohne ins Steife oder .Lächerliche zu gerathen. Am auffallendsten bemerkt mandas Gefällige der Orientalischen Kleidung, wenn man einegroße Menschenmasse im Freien beisammen sieht, In Eu-rrpa gewahrt ein Dolkshaufe, besonders, wenn nicht Wei-ber unter denselben gemischt sind, einen sehr einförmigenAnblick; denn man sieht nichts, als ein Stück Land mitschwarzen Hüten bedeckt; dagegen die große Verschiedenheitder Morgenlandischen Kleidung, die bunten Farben ihrerTurbans, ihre Shawls und dergleichen eine angenehmeAbwechselung und rc-nzcnde Lebendigkeit hervorbringen *). tAlle Europäische Reisende sind daher von dem Anblick einetviel besuchten Spazierganges in den Türkischen Städtenlebhaft überrascht worden. Besonders in den Handelsplä-tzen muß es eine reizende Scene seyn, die Repräsentantendes ganzen Orients, an ihren Kleidern kennbar, wie durcheine dramatische Zauberei in buntem Gewühle beisammenzu sehen.

Habesci 3 ) setzt sich an die Stelle eine- solchen Frem-den, der zum ersten Mal nach Constantinopel komm», undin Verlegenheit seyn muß, die so vielfach verschiedenenMenschen zu unterscheiden. Er giebt die Zeichen an, wor-an die Völker zu erkennen sind. Die Griechen trageneinen Turban von schwarzen Lammerfelle», dessen Ober-theil enger ist, als am Turban der Armenier; ihre lan-

') Reisen in die Levante von James Dallaway. Giesen 1304.

S. 151. 3 ) A. a. O. S. 402.