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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Australien,

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genannt zu werden, weil sie, auf Kohlen geröstet, vonden Einwohner» gegessen wird.

Die Neu-Caledonier gehören zu der Rasse der Au-stralneger, und hoben in der Physiognomie viel Achnlich»keil nul den Bewohnern von Vandiemens-Land, vordenen sie sich jedoch vorlheilhaft auszeichnen.

Sie sind schwarz, haben Wollhaare, eine hoheStirn, plärre, breite Nasen, hervorragende Backenkno-chen, dicke Lefzen. Im Allgemeinen waren ihre Gesichts-züge nicht wild, wie dies auch Peron bei den Dandie-mcns-Länderu fand; Förster glaubte in dem Blicke derWeiber einige Giikmülhigkrit zu entdecken, während Den-rrecuSteanp sie wild und widerlich fand. Uebrigcns sinddie Weiber plump gebaut. Mehrere Männer zeichnetensich durch eine große, wohl proportionirte Gestalt aus;sie waren über 6 Fuß lang; andere waren auffaltendmager an den Armen und Beine», wie die Neu-Hol-länder. Viele schienen kraftvoll und gelenkig; besondersmußte man die Schnelligkeit bewundern, mit welchersie die Baume hinanliefen.

Sie haben fast keine Kleidung und tragen nur einenStrick um die Mitte des Leibes, an welchem sie dasZeugungsglied, in Baumblätter gewickelt, in die Höhebinden. Die Weiber haben an diesem Strick einige,nicht sehr lange Franze,n befestiget. Nur im Gesichtsind sie etwas tatowirt.

Der unfruchtbare Boden ist wahrscheinlich Ursache,daß die Einwohner, um sich zu nähren, zu den seltsamstenDingen ihre Zuflucht nehmen. Zwar fand mau bebauteFelder mit den oben erwähnten Nahrungspflanzen; sowie ste auch Fische und Muschesn genießen. Allein nichtnur dienen, wie bereits gesagt, die Spinnen ihnen zurNahrung; soudern ste essen selbst Stücke vo» cinem wei»