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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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348 Australien .

jS T bouet nennen; es besteht aus einem 6 Zoll langen, zuge-scharfttn Serpentinstein, und hat erneu Griff aus Cv-cvsschalen.

Ueber den Charakter der Neu - Calcdonrcr weichendie Berichte der beiden Seefahrer, welche die Insel be-suchten, van einander ab. Der Engländer fand sie gut«artig obne Mißtrauen, und freundlich zuvorkommend.D nlrecasteanp und La Billardi^re schildern sie als frecheDnbe, wild und streitsüchtig und als Menschenfresser.Denrrecasteauz: erklärt diesen Unterschied des Betragensdaraus, daß Covk hier war, während vielleicht das Volkdes Friedens genoß; er aber nach Neu - Caledonien kam,als ein verheerender Krieg Unter den Einwohnern ge-wüthet zu haben schien«

Von dem häuslichen Leben, von der Verfassung undder Religion dieser Wilden haben die Nachrichten, beidem kurzen Aufenthalt der Europäer, nur sehr unvoll-ständig ausfallen können.

Die Weiber find die Lastthiere, die Unter der Des-potie der Männer stehen. Ob Polygamie unter ihne»eingeführt sey, ist unbekannt.

Sie scheinen Oberhäupter zu habe», welche sie TeaNeUiien. Was mau von ihren Vorrechten weiß, be-schränkt sich darauf, daß ste eine Art von Husarenmützetragen, und ihren Unterthanen, was ihnen gefällt, ohneErsatz abnehmen können.

Aus der Ferne sah man Mvrais oder Begräbniß-Plätze, zu denen sie den Europäern den Zugang nicht ge-statteten.

Der Sprache nach schienen diese Menschen ein ei-genes Skammvolk zu bilde», indem dieselbe mit keinerbekannten Mundart überein zu stimmen schien. La Bil-lardiere hat eilt eigenes kleines Wortverzeichniß davortgeliefert.