Tcutschland. Z03
Schcnswerth sind besonders: i) das königl. Rcfi-deuzfchloß in der Altstadt, von einem großen Um-fange , aber kein schönes Ganze, mit dem grünenGewölbe, einer großen Sammlung von Kostbar-keiten und Kunstarbeiten, besonders von Edel-steinen , und mit der Rüstkammer in einem beson-dern Gebäude, welche in zo Zimmern 20,000Stücke begreift; 2) die Gemäldegallerie in einembesondern zum Schlöffe gehörigen Gebäude, eineder reichsten und vortrefflichsten Sammlungen; Z)der Zwinger, nahe am Schlöffe, ein noch nichtganz vollendetes Prachtgebäude, welches aus 6Pavillons besteht, die einen 250 Schritte langenund I/o breiten Raum einschließen, worinn sich 8Springbrunnen und im Sommer ein wahrer Oran»gericwald befinden. Der Zwinger enthält ein Mi-neralien - und Naturalienkabinet, eine Sammlungphisikalischer und mathematischer Instrumente; dieKunstkammer und Gallerte der Kupferstiche undHandzeichnungcn; 4) der holländisch - japanischePallast mit reichen wissenschaftlichen und Kunst-sammlungen, als einer auserlesenen Sammlungchinesischer und japanischer Porzelane, einer schö-nen Sammlung großer Porzellan - Lasen aus derFabrik zu Scvrcs, von Napoleon 1809 dem Kö-nige geschenkt; einer Eallerie der antiken und mo-dernen Staküen, einem Münzkabinette und der be-rühmten königl. Bibliothek von 200,000 Bändenund 2,600 Handschriften; 5) die katholische Hos»kirche, von i/Zy bis i/Z6 erbaut, ein Meister-stück der Baukunst, deren Bau über ^00,000 Lhlr.gekostet hat. Sie besteht aus 2 Abtheilungen mit plat«ticken Dächern und doppelten Gallerien, auf wel-chen , so wie an den untern Portalen, 64 schöngearbeitete Slatüen stehen. Das Innere der Kirche