Tcutschland.
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abgetreten; dagegen wurden vermöge eines, am 24. AprilzuEompiegne abgeschlossenen StaatsvertragS an Ba-den abgetreten: die ehemalige Landgrafschafc Netlen-burg und Theile der Aemter Hornberg, Rottweil,Tuttlingen, Chingen, Maulbronn, Bra-ke n h e i m und Mergentheim.
Das aus diesen einzelnen Theilen gebildete neueKönigreich Wü r t emb e r g macht einen zusammenhän-genden Landstrich aus, welcher ostwärts an das König-reich Baicrn und Baden, west- und südwärts an Ba-den gränzt.
Der Flächenraum des ganzen Königreichs beträgtjetzt 270 Q. M. mit 1,397,200 E , wovon 956,000lutherisch, 4Z i 000 katholisch, 2,200 rcformirt undZooo Juden sind. Sie bewohnen rzo Städte, 12gMarktflecken, 1,67z Dörfer, 1,352 Weiler, 2,591Höfe und 291 Schlösser.
Würtemberg hat auf der teutschen Bundesversamm-lung die sechste Stelle und im Plenum 4 Stimmen.
Das Klima dieses Landes ist gemäßigt und mild,nur in den höheren Gebirgsgegenden rauher. — DerBeden ist theils bergig, theils eben. Besonders gebir-gig ist der westliche Theil, wo der Schwarzwaldhinzieht, und seine Zweige umher, besonders über densüdlichen Theil dieses Königreichs ausbreitet; auch streichtein Ast, unter dem Namen der rauhen oder Schwä-bischen Alp beinahe mitten durch das Land auf derNordseite der Donau hin; übrigens ist der Boden, imDurchschnitte genommen, sehr fruchtbar und ergiebig,auch wohlbewassert. ,
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