Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kümmel. 5

(wo er unter dem Nahmen Anis* «c* häusigg-zogenwird,) und in Sicitien. Dre faserige Wurzel istjährig. . Der Stängel wird bey uns kaum l Fußhoch, in wärmern Ländern soll derselbe böher trelbenDie Blätter sind dunkelgrün vielfach gefiedert undden Fenchel-Blattern ähnlich, aber haancht, unddie Lappen dicker. Die Dolde ist klein, und bestehtöfters nur aus 4 Abtheilungen, deren jede gemennguchwieder 4 Blumen trägt. Sowohl bey der ganzen,als der einzelnen Dolde stehen eimge, meistentheNS4 - lange Blätkchen, welche theils ganz, theils vier»fach zerschnitten sind. Alle Blumen sind einanderähnlich, und die Blumenblätter weiß, umgebogen,eingekerbet. Die Frucht theilt sich in 2 längliche,schmähte, auf der eine» Seite platte, auf derandern erhabene und gestreifte Samen.

Dieser Kümmel wird bey uns nicht gebauet, fon*been nur zur Lust in Gärten gezogen. Der Samemuß im Frühlinge auf ein .Beet von guter, fetter,fein gegrabener Erde gesäet, und die Pflanzen, wennsie zu dicht aufgehen, verdünnet, von Unkraute reingehalten, und bey trockner Witterung begossen wer-den. Einige geben sich die Mühe, den Samen aufein Mistbett zu säen; dies ist aber unnöthig, weil er,wenn er gut ist, in freyem Lande in etwa 8 Tagen auf-zugehen pflegt, und die Pflanzen dann im Jul. schonzur Blüthe konimen, und der Same, wofern nicht vielRegen fällt, zur Reife kommt; und wenn die Pflan-zen auch gleich auf einem Mistbette vorwärts gebrachtsind, werden sie doch schwerlich guten Samen geben,wenn zur Zeit ihrer Blüthe, und um die Zeit, da derSame reift, viel Regen fällt.

Man gebraucht den Samen; doch ist der Sameunsers Garten-Kümmels nicht so gut, als derjenige,der aus gedachten warmen Ländern kommt. Bey demEinkaufe desselben muß man denjenigen wähle», derA z sein