Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kümmel.

Länge und Quere nach eingepflüget. Aus dem Vor-hergehenden erhellt, daß die Aussaat des Kümmelsein Mahl im Frühlinge im May, und auch in derMitte des Sommers, im Jul., geschehen könne.Man muß aber keinen alten Samen zur Aussaat neh-men. Wer im Frühlinge die Aussaat vornimmt,muß solchen Samen dazu wählen, welcher den näch-sten Sommer zuvor erzeugt worden ist. Wer aberdie Aussaat um die Mitte des Sommers unternimmt,muß solchen nehmen, welcher kurz zuvor im Jun. erstreif geworden ist; doch laßt flch sonst dieser Samelange gut erhalten, und wird weder von Mäusen, nochvon Würmern angefressen. Der im May oder Aug.gesäete Same wird in diesem Sommer nicht aufschienßen, sondern im künftigen Frühlinge Srängel treiben,blühen und Samen bringen. Wenn der Same reifist, werden die Stängel früh oder abends, damit derSame nicht leicht ausfalle, abgeschnitten, auf Tü-chern an der Sonne getrocknet, oder in Bündel ge-bunden, und diese auf dem Felde aufgesetzt, bis dasKraut und der Same ausgetrocknet, und nachher aufeine Plane vermittelst eines Klöppels auSgeschlagen,gehörig gereinigt, und an einem luftigen Orte ver-wahrt, ober in Fässer gepackt, damit die beste Kraftnicht verloren gehe. Nach dieser Aernde treibt diefortdauernde Wurzel neue Blätter, und liefert zu sei-ner Zeit eine neue Aernde; damit aber diese reichlichausfalle, ist nöthig, dem Acker alle Jahr eine neueDüngung von kurzem verfaulten Miste mitzutheilen.Auf solche Weise kaun ein Kümmel-Acker füglich 4Jahr genußet werden, im zten wird er abnehmen,und verlangt alsdann eine ganz neue Bestellung.Einige pflegen auch die Pflanzen, wenn sie im drittenJahre zum ersten Mahl Samen getragen haben, ganzauszureiffen, und die Aussaat zu wieverhohleu. Aneinigen Orten wird der Kümmel-Bau etwas mühsa-mer