Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Künttnel.

Weit mit dem Schwarzkümmel verwechselt, und davonschädliche Wirkungen wahrgenommen {*). In ver-schiedenen Gegenden bedient man sich der Samenkör-ner i» der Küche, und sonst in der Wirthschaft, statteines andern Gewürzes; sie werden an verschiedene,besonders saure, Speisen, um solche damit zu wür-zen, gebraucht; Dtcombe hat ihr aus dieser Ursacheden Nahmen Epicerie, d. i. Gewürz, gegeben, dasie in Frankreich vorhin unter dem Nahmen Nigellasemine aromatico bekannt, und von DülechfUllp Poi-nte genannt war. In einigen Gegenden Deutsch-Nutzes wird sie auf eine ähnliche Art neue deutsche^ürzc genannt, und sie könnte in vielen Fallen anMtt der Cardamomen gebraucht werden (**). ImDrient pflegt man, wie Forskäl berichtet, die Samenln bc,S Brod zu backen, wie bey uns mit der Kardegeschieht; s. oben, S. i». Man rühmt denselbenm6 ein auflösendes, verdünnendes Mittel, insonder-heit zu Beförderung des Urins, der mvnathl. Rein-igung und der Milch, ingl. zu Abführung des Schlei-mes durch die Nase (***); im lezteu Falle wird dasdamit abgekochte Wasser in die Nase gezogen, sonstaber der Trank oder andere Zubereitungen innerlichB 4 genvm-

( ) Jo. rvilh. Andr. Lettners Nachricht von höchstschädlicher Subftimiruiig des Srechapfel-Samens a» stattdes Schwarz-Kümmels, st. in A. E. Büchners dUIcelian.pbys, nicci. marbcmar. >t. 17-;. (Trf. r/zr, 4 -) S.

-a; — i2s.

t ) Nach Anzeige des n St. des wictenl'. w^chcnbl- v. I.*76?, S. 8s, wird der Same wirklich in der dresdner Ge.gend von einer anaesehenc» Perlon, zum Abwürzen verschie-dener Speise» angewendet, und mit dem Nahmen dr«deutsche,, Lardamc ms beleget.

(***) Grsg. Horst ii quaestio: An fernen Nigellae manifestis veloceultis qualitatibus corrigar oli,eius laestunertt in coryza,st. in Dessen ttentniilipreb/k-niirn»- I>cc. U!, qu. e.

und in Dessen Qpr< To. III. (Noiib. tS 6 o. fp. 41 .

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