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dam gestorben wäre. Diese Gruft nun, deren Existenznur wenige Personen wußten, war wahrscheinlich die ei-'gentliche Veranlassung, diesem Orte die Benennung Sans-Souei zu geben. Der König gab diese Benennung demHause noch nicht, als es gebauet wurde; Er nannte esSein Lust-Haus, Sein Weinbergs»Lusthaus. Als Er,noch im Anfange dex Erbauung des Schlosses, einst mitd'Arqe ns auf diesem Platze spazierte, sagie Er zu ihm:Da Er den Entschluß gefaßt hätte, auf diesem angenehinenFlecke sich einen Sommer-Aufenthalt zu bauen, so sey auchgleich Seine Idee gewesen, Sein Grab daselbst einzurlch»ten. GUiand je serai 1a, sagte Er, indem Er auf die ver-borgene Gruft zeigte, je l'erni ßnsfund ! Nicht also so sehrauf das Schloß und den Garten, ging die so berühmt ge»wordene Benennimg Sans-souei. Ob der König gleich andie Facciate des Hauses diese Worte setzen ließ, so wußteEr doch allzuwohl, daß Ihm auch dahin die wichtigen Sor-gen der Regierung und der Kummer über manche öffent-liche und häusliche Widerwärtigkeiten folgen würden.Auf die Gruft spielte diese Benennung an, welche diesergroße Mann sich von jedermann unbemerkt im Angesicht«des Zimmers, wo Er seine heste Zeit zubrachte, bereitenließ, und in welcher Er einst nach aller Arbeit zu ruhen ge-dachte. U»r die Idee, von welcher dieser ausserordentlicheMann, der sich den Tod alö einen Zustand dachte, woweiter keine Sorgen oder Rummer empfunden werden, beydieser geheimen Anspielung ausging, in ihrer ganzenStärke zu empfinden, muß man sich seiner lukrezischenMeinung über den Tod erinnern, die Er unter andern inSeiner Kpitre a Kekh, so deutlich ausgedrückt hat. Ersagt darin ('):
Ne voyons dans la mort, qu’un tranquille iommeil,
A fabri des niallieurs, saus longe, laus rcveil.
I iclas! tout eil egal; pour notre cendre cteinte
II n’elt aueun objet, ni d’elpoir ni de crainte (**).
Rum-
(*) Poesies diverses. Ed. de Berlin, gr. 4. S. 50+.
(**) Nach dem L »k r evo» dessen drittem Buche dieser Briefeine Nachahmung ist:
Tu quidem vt es letho sopitus, sic eris aeniQuod wperait, cunitis privatu' doloribus aegris.
Luir, Ae rer, naU L, 111, V, 917.