Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kulugunden-Kraut.

einander stehen. Die Samen werden bald nachherreif, und von dem Winde sehr weit fortgetrieben.Ob man gleich vorgibt, die verwundeten Hirsche pfieg-len dieses Kraut begierig zu essen, um sich da-mit zu heilen, so ist dasselbe doch wenig im Gebrauch,ungeachtet sein bitterer Gescl-tnack und scharfer reizen-der Geruch Wirksamkeit verrathen. Der Saft ingroßer Menge genommen, erregt Erbrechen, Purgiren,und vermehrt alle übrige Ausleerungen. Durch Er-fahrungen bestätigt, soll es ein vorzügliches, zerthei-lendes und blUtreinigendes Mittel seyn. Wider Ver-stopfung der Eingeweide, besonders wen» sie nachWechsel Fiebern zurück geblieben ist, und wider dieWassersucht, rühmt Tournefott d,efts Kraul sehr,besonders wenn man in lezterer Krankheit die Schien-Beine mit einem Decocte von ihm wäscht. Chometbestätigt dieses durch eigene Ltfahrungen. Man be-dient sich entweder des ausgepreßten Saftes, odertrinkt das Kraut wie Thee, oder man verfertigt auchein medicinisches Bier von ihm; auf leztere Art be«dienen sich seiner die Bauern und die niederländische»Torf Gräber wider den Scharbock, bösartige &&schwüre und Geschwulst der Füße. Durch erneu ausden gekochten Blättern verfertigten Brey - Umschlag,hat man eine Geschwulst der Hoden und einen Was-ser.'Bruch zertheilt. Durch oft wiederhvhlt aufgelegteBlätter Hai man bey Kindern eine Geschwulst des ga»'zen Körpers, welche schlecht behandelte Pocken zurückgelassen harren) vertrieben. ConraV Gesner hat f®diel. als man Mit 3 Fingern fassen kann, von den fe>'neu Wurzeln mit Wasser abgckochr, und dieses selbstgetrmcken, worauf häufiger Stuhl-und Abgang desUrins, nebst kaniahllgem schweren Erbrechen erfolglen; Ebome! hingegen berichtet, daß er vergleiche»Wirkung dieses Mittels nicht erfahren habe, ungeEtel er es in doppelter Quantität genommen