Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst. 95

den. Man zählt deren sieben (*), als: die Sprach-Rlinst, (Grammatik, Grammatica) Dialektik,sOialeüiLn, Vernunft'Kehre, Koczik, logica,)Rede-Runst, Rhetorik, Rbetorica.) Ginrze-Rnnst, (Musik, ^lu!ic»>) Rechen Rimsi, (Arith-metik, Arirhmctica,) Meß-Runst (Geometrie,Geomerria ) und Stern-Rnnsi, (Astronolnie,Astronomia). Mc>» hat dieselben durch folgende zierli-che lateimsche Verse bezeichnet.

Gram loquitur, Dia vera tlocet, Rbet verba colorat,Mas canit, E numerat, Geo ponderat, Aß colit astra.

Bey unserer heutigen Verfassung, sind, an dieStelle der freyen Künste, die schönen Rünste ge»treten, unter welchem Nahmen man dicjeuigen be-greift, welche allein, oder doch vornehmlich das Ver-gnügen zum Gegenstände baden, und daher in ihrerAusübung mehr Kenntniß Und A» Wendung allgemei-ner Wahrheiten erfordern, als die bloß mechcrniscken.Dahin gehlen: die Don-Runst, die Mahler-Rllnst, mit ihrer Schwester der Rupferftecher-Runsr, di» Bau-Runsr, die Bildner -Rrmst,die Rede-Runsi, die Dicht'Runst, die Danz--Runst, die Schauspiel-Runst, und, wenn manwill, noch andere mehr. Die Bildner-Kunst, Mah-ler-Kunst, und Kupferstecher Kunst, werden unterder allgemeinen Benennung der bildenden Rünfreverstanden.

In engerer Bedeutung pflegt man die schönenKünste zuweilen nur die Rünste schlechchin zunennen.

In

V) Die ?te Zahl der freyen R,niste hat ihre» Ursprung vonAugustino, wovon mit »ichs,,,! die Okk-rvstiunes Ha-Unies, To. J. obs, 4, S. 40, nachzuleben sind.