Kunst. Gestänge. Kunst-Gezeug. 251
alle Arbeiten, ihre Folgen und ihre Gründe vollstän-big, ordentlich und deutlich erklärt.
^uirst- Gestänge, im Bergbaue, das Gestänge oderSlangenwerk, so fern es zu einer Wasser-Kunst ge-hört; die Rrmst- Stangen; s. 2vunft 5, und imfolg. Artikel.
^unst-Gezeug, Runst-Zeug, nennt man, fn derBergwerks -'Wissenschaft, überhaupt Maschinen,wodurch die Wasser aus den Gruben geschaffetweröen.Da, wo die Wasser nicht stark, und nicht hoch zu zie-hen sind, bedient man sich, zu der Herausschaffungdes Wassers, des Haspels mit einer Tonne; auch ge.braucht man in diesem Falle zuweilen die Tonnen derPferde-und Wasser-Göpel, und fördert nicht seltenBerg und Wasser in einer Tonne. Zu den eigentlichenMaschinen hingegen, wodurch die Wasser aus denGruben geschaffet werden, gehören vornehmlich: dieHand »Pumpen mit Schwengeln und Wagebalken(die so gen. Schwengel-Künste), die Hand-Pum-pen mit einem Rade, die Roß-Künste oder der Pfer-de-Göpel (s. Th. XIX, S. 265, fgg), die Wasser-Feld- oder Stangen-Künste, die Ketten-Künste,oder Paternoster-Werke, die Wasser-Säulen-Ma-schinen, die Luft-Maschinen, die Hebel-Maschinen,und die Feuer-Maschinen.
Besonders heißt Ärmst» Gezeug, Runst Zeug,auch nur die Ärmst, schlechthin, ein Satz oder Runs»Satz, Fr. Machine hydraulique, eine vornehmlichaus Röhren zusammen gesetzte Maschine, wodurchdas Wasser aus der Grube gehoben wird, und welcheaus einem Kunst-Rade, dem Ansteck-Kiele, demKolben, der Kolben-Röhre und den Ausseh-Röh-ren besteht.
Das Rad, von 14 bis 26 Ellen im Durchschnitt,welches die ganze Kunst in Bewegung sehr, uuö dieWasser, worauf es fällt, aus der Grube hebt, heißt