Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
434
JPEG-Download
 

434

Künstler.

sollten nur diejenigen Rünstler heißen, welchnicht ohne vorläufige historische Kenntniß einer ovder andern Wissenschaft, die zur Gelehrsamkeit g'Hört, ihre Arbeit mit Geschick verrichten können, ovwenn zu ihrer Arbeit wenigstens viel Geschick, ly 'ung und Geschmack erfordert wird. Mit dem alle •größten Rechte kann man also zu den Künstlern ve 'züglich den Mahler, Kupferstecher und Bildha»rechnen. Allein, in unserer Gegend nennt man w'nigstens alle diejenigen Künstler, denen die Obiw ( ‘nicht gewisse Gesehe und Schranken einer 3 tU, ^ ll Lerlegt hat, oder-sie geben sich auch selbst diesenmen. Diese Freyheit entspringt oft aus zufäWDingen, z. B. wenn man hierdurch eine Professch^welche noch in einem Lande fehlt, herbey locken a» 'Daher nennen sich in unserm Lande manche ProfestEisten: Künstler, die in andern Ländern gewöhn^Proftffionisieu sind, und umgekehrt; denn in l>preußischen Ländern, wo die Professionen Hseit Kurzem empor gekommen, und zum Theil du"Ausländer bekannt geworden sind, giebt es ausUrsache viele Professi »nisten, die sich Kürwnennen.

Rönigl. preuß. Verboth, die Rünstlet'Manufaccuriero heimlich aus dem Lande >locken; vom 9 Occ. 1719.

Gottes Gnaden, Feiedeeich

RLnig in Preussen rc. u. Unsern Gruß zuvor- ^Getreue, wir vernehmen, daß sich einige f t jt»Unsern Landen einfinden, welche nicht nur die v« ,angesessene und wohnhafte Rünstler unpriers, sondern, anch 'Zandwerka , Gesellen ae bfiHand Professionen unter Versprechung vielerbeten Vortheile, auch wohl durch VorschießuNggen Geldes nach fremden auswärtigen Landenhen, sich heimlich bemühen, und, wirkliche & otff „jjt