Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
647
JPEG-Download
 

Kupfer. 647

5« dieser Rrunrmhälser, Arbeit muß sich der Berg,Ma„u von Jugend auf gewöhnen, um dabey ausdauerni» können. Sie ist insonderh"1t auf den »raaSfeldischenKupfer, Flözen gewöhnlich. Die Bergleute arbeiten da,aey ig der allerunbequemsten Stellung und fast nackend.Auf der Seite, wo sie liegen, (denn sie müssen die Arbeitseitwärts liegend verrichten,) binden sie sich ein Bm anb>e Lenden und an den Arm, vom Ellenbogen an bis zurSchuster, um sich dadurch nicht allein vor der Nässe, son-dern hauptsächlich vor dem rauhen Gestein, zu schützen.Der Ort ist so enge, daß sie keine andere Stelbmg nchinensönnen, sie müßten denn ganz aus der Strecke he; aus krie-chen, welches aber verbothen ist; und so müssen sie 7stunden aushalten. Die Quer-Schläge sind hier nur3 Fuß hoch'?*).

Auf Kupfer-Gängen aber ist, besonders wenn sol-che mächtig sind, nichts so vortheilhaft, als der Stros-sen-Bau, welcher, so bald und wo die Umstände eSerfordern, in einen Firsten-Bau verwandelt werdenkann, weil diese Gänge sich dadurch am besten abbauenkästen. Von den übrigen Gruben-Arbeiten, z. B.do» der verschiedenen Arbeit auf dem Gesteine, derZimmerung, der Förderung der Erze, der Gewältig-*n>g der Wasser, u. s.w. kann hier nichts erwähnt wer-den, weil bey den Kupfer-Erzen nichts Besonderes^rkomnit, und hierbey die allgemeinen Regeln der^ergbau - Kunst ausgeübet werden müssen. Ich willdaher nur noch Einiges von dem Verhalten der Ku-pfer, Gänge und Flöze im Innern des Gebirgesbemerken.

Man hat keine Erfahrung, daß die Kupfer-Erzewie z. B. die Eisen - Erze nicht selten zu thun pfle-irgendwo einen ganzen Berg ausgemacht, oder^dsen wie eine Kuppe bedeckt, noch im Innern desGebirges, wie andere Erze, ein ganzes StockwerkS s 4 gebtl-

** 4 > S. Schweb. Abhandl. «- I 174T, S. r«r; und L eh»mann Gesch. der Llözgcb. S. 17z.

\