Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
683
JPEG-Download
 

Kupfer. 68 z

telst einer Ramm? hinunter zu stoßen. Der darüber zuRathe gezogene Berg-Vogt unterstützte, auch diese Mein,>mg, im Fall am untersten Theile des Ofens ein eisernesEerl angelegt würde, damit nicht die durch den plötzlichenHerabsturz der Erze zusammen gepreßte Luft einen Durch-bruch durch das unverwahrte Mauerwerk machen könnte.Vor dieser Vorrichtung siel indessen noch 4 Fuß hoch Er;herunter, und ein gleiches geschah ebenfalls in Nr. gteWoche Trin. Zugleich läuterte L e n t i n abwechselnd dengewonnenen Schwefel. In Nr. 6 te Woche Trinit. ver-suchte er aber vermittelst einer langen hölzernen Stange,an deren einem Ende ein Eisen befestigt war, von untenso viel Erz losznstockeln als thunlich war, und brachte da-mit nach gerade gegen 20 Scherben herunter. ^ Hieraufließ er das vorhin zum Losstockeln gebrauchte Raum > ©scuiuiu Versuch von oben durch die Erze treiben, um zu erfah-ren, ob Bohr-Stangen durch die Mitte der Erz-SäuleSeschlagen, und auf diese Weise nach gerade eine OeffnungMitten durch die hangende Erz-Gaule gearbeitet werdenkönne. Er fand, daß das Räum-Elfen sich hinein trei-ben, und vermittelst einer darauf gesetzten Bohr-Stangesich ganz hindurch schlagen ließ, so, daß es unten wiederheraus siel. Dabey gieng jedes Mahl etwas Erz mit los.Hierauf schlug er 4 vierzehnfußige Bohr-Stangen mittendurch die Erze, so, daß er 2 derselben dicht neben einanderhinein trieb, und wenn sie ganz in die Erz-Säule hineingetrieben waren, die beyden andern darauf setzte, und dieersten beyden damit ganz hindurch brachte. Hierdurchivarb zwar jedes Mahl etwas Erz mit hinab gebracht,aber eine bleibende Oeffnung konnte durch die Erz, Säulebicht bewirkt werden, weil sie immer wieder zufiel. In»dessen fuhr Lenti n mit dieser Arbeit stets in der Hoffnungk°n, daß eine bleibende Oeffnung entstehen würbe, weilwan alsdann das Erz ohne viele Mähe von oben herabsioekeln können würde. Inzwischen war er mit einigen Ar-beitern bey dieser Operation in größter Lebens-Gefahr ge-messn; und da man die Leztern nicht aufs Spiel setzensollte, so rieth man ihm, f?d) künftig unschädlicherer Mit-tel zu bedienen. Lenti n äusserte hierauf: er sey zwar«uf das gewisseste überzeugt, daß die Erze nicht plötzlich,und ehe eine merkliche Oeffnung hindurch gearbeitet wäre,gehen würden, indessen versprach er, die Arbeiter