Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens-Art.

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der Andere uneingeschränkte Freyheit der Weiden.Dazu kommt, daß durch Vervielfältigung der Heer-de, ohne dabey große Hände-Arbeit anzuwenden,der Hirt von dem Schöpfer begünstigter zu seyn scheint,als der Ackermann, dessen mühsame Pflanzungen oftvon der Veränderlichkeit der Witterung leiden.Feindschaften sind dann unvermeidlich. Der ältersten Geschichte zu Folge endigte sich die erste mit demBruder-Morde Kains, hatte aber die wichtige Folgeder weiter» Verbreitung der Menschen auf der Erde.Um dieFrüchte der Baum - Pflanzungen zu genießen,verweilten mehrere Personen an einem Orte, so daßDörfer und Flecken entstanden. Die Bedürfnisseder Wohnung, Sicherheit, bequemen Unterhaltes,Zeitvertreibes rc. erzeugten bald mehrere Lebens - Ar-ren, so daß die Menschen ihre Arbeiten und Produ-cte gegen einander auszutauschen suchten. Dies legteden Grund zur Errichtung bürgerlicher Verfassun-gen. Eme nothwendige Folge davon mußte bürger-liche Ungleichheit werben, da der Werth der Pro-ducte zur Befriedigung der Bedürfnisse, Bequemlich-keit und des Wohllebens in einem entgegengesetztenVerhältnisse zur Entbehrlichkeit bestimmt wurde.

Von der emfältigen Lebens-Art der Alten.Man liefet in einem der Alten, daß Aeökulap, die-ser so berühmte Gott der Arzeney-Wissenschaft, sicheinst zu Epidaurus in einen herumziehenden Thearer-Aczt verkleidet habe, und zwar aus folgenderUrsache.Da er seine Mitbürger, so oft sie krank wurden,durch seine göttliche Kunst gleich wieder heilte, so ver-ließen sich endlich dieselben so sehr auf seine Hülfe,daß sie sehr unmäßig zu werden ansingen, und ihreGesundheit gar nicht mehr in Acht nahmen. Aesku-ülp, des Tag und Nacht fortdauernden Ueberlaufesüberdrüssig, suchte sich durch eine Erfindung, diesei-

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