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Lebens-Art.
Menschen, seyn. Ich halte diese Folgerung für sehrerheblich. Eben deswegen, weil der Reichthum,weil eine hohe Geburt, weil die Schönheit und ein-ige andere Vorzüge von dieser Art nicht allen nühlichsind, und auch nicht von allen besessen werden können,eben deswegen, sage ich, entdeckt uns die Vernunftkeine gewisse Kunst, vermittelst welcher alle und jedeMenschen, diese so sehr geschätzten Güter erlangenkönnten. Was aber im Gegentheildie Erhaltung derGesundheit betrifft, so behaupte ich, daß, weil die Vor-sehung will, daß alle Menschen dieselbe besitzen sollen,sie uns auch dazu so leichte und so wohlfeile Mittelmüsse angewiesen haben, daß sich alle dieses wichtigeKleinod der menschlichen Glückseligkeit verschaffenkönnen; und ich glaube, daß man diese Mittel amvernünftigsten aus denjenigen ersten Zeiten der Welterlernen könne, wo man noch der Natur folgte, undworin man keine andere Arzeney-Wissenschaft undAerzte hatte, als die Arbeit, die Mäßigkeit, und diebey einer simplen und nichts weniger als verzärtel-ten Lebens-Art, so liebenswürdige Zufriedenheit.Ich werde, indem ich diese Anmerkung izt weiter aus-führen will, meine Leser bald in die Hütten der Pa-triarchen, und bald in die Palläste, (wenn ich dieseetwas bessern Häuser so nennen darf,) derjenigen Kö-nige und Feldherren führen, welche uns der ältesteSchriftsteller nach der Bibel, der große Homer, soverehrungswürdig abbildet. Dann werden wir, wennwir diese, über unsere verzärtelnde Künsteley so weiterhobene Einfalt kennen gelernt haben, einsehen, wiees möglich sey, daß die Gesundheit in der Kindheitder Welt ein fast allgemeines Gut bey allem Mangelder Aerzte gewesen sey.
Es ist unstreitig, daß die Weichlichkeit, die Un-mäßigkeit und die übrigen Ausschweifungen der mensch-lichen Leidenschaften, welche unsere, nunmehr epidem-ischen.