Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens-Art.

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hat, eingerichtet ist. Ich kann also zum voraus setzey-daß die heilige Geschichte uiis sehr sorgfältig von allenUmständen des Privat-Lebens der Erzvater unterrichte.Um uns in diesen liebenswürdigen Gemählden von der un-schuldigen Kindheit der Weil das Bild der Einfalt undder weisen Mäßigkeit vor Äugen zu stellen. Und kann ichdieses mit Recht zum voraus setzen, so habe ich auch schor»halb erwiesen, daß die Patriarchen den Wein enlwede»ganz und gar nicht, öder doch sehr mäßig, gebraucht ha-ben müssen; wenigstens wird in der.Patriarchei,-Geschieh«nur dieses als etwas Besonderes angemerkt: erstlich:daß N7elchisedek dem siegenden Abraham, der mit dia-sem Priester mitten urttek den Heiden nur Einen Gott an-betete- Wein und Brod entgegen getragen; und zwcy-lens, daß Pakob seinem entkräfteten alten Vater etwasWein zu seinem Wildprel vorgesetzt habe. Sehen wikhier nicht den rechten, und den Absichten der Natur voll-kommen gemäßen Gebrauch von dein Safte der Trauben?Er wurde zur Erquickung nach einer großen Erschöpfungder Kräfte und zur Erweckung der Lebens - Geister beyGreisen gebraucht. Wenn im Gegentheil Abraham wirk-lich Wem in Mamre gehabt hätte, so ist kein Zweifei,daß, da er seine hohen Gaste ausserordentlich bewirthenund ehren wollte, er unter den Speisen, die uns so genaubeschrieben werden, Wein aufgetragen hätte. Aber, ichhabe noch einen andern Grund. Wenn der Wein itt denHütten der.Erzvater gewöhnlicher gewesen wäre, als ekes gewiß nicht war, so würden wir vielleicht, wenigstensvon Iakob's uNgerakhenen Söhnen, so was von einerschlimmen Wirkung eines starken Getränkes lesen- wievoin bcoah oder Loth. Allein, wir finden nirgends eintSpur von der, heutigen Tages so gewöhnlichen Trunken-heit, ungeachtet die heilige Geschichte, wider die Gewohn-heit der weltlichen Geschichtschreiber, die Fehltritte undSünden, auch selbst der Heiligen, nicht verschweiget, fomdem sie zu unserer Warnung aufrichtig anzeigt; über-mahl zu einem deutlichen Beweise- daß sie ein von Gottzum Unterricht aller Menschen eingegebenes Buch sey.Ich habe mich aber bey diesem Umstände vom Wemtritt-ken, um deswillen etwas weilläuftigcr aufgehalten, weiles unstreitig ist, daß der immer mehr und mehr überhandnehmende Mißbrauch desselben eine Haupt, Ursache von

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