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Lebens-Art.
ger Leute und weise Obrigkeiten vor, indem sie sichmit der Frage beschäftigen: Wozu bestimmen wirunsere Söhne? In welchem Stande, Amte undGewerbe können sie nach ihren Fähigkeiten und Um-ständen, und nach der jezigen Lage des Vaterlandesund der Welt am nützlichsten und glücklichsten werden?Die Erfahrung lehrt, daß man größten Theils in die-ser Angelegenheit noch nicht so verständig handelt,als man könnte und als es zu wünschen wäre. Gleich-wohl bleibt es eine ausgemachte Wahrheit, daß sicheine sehr reichlich fließend« Quelle des menschlichenElendes wohl verstopfen ließe, wenn mehrere Aelternund junge Personen zu bewegen wären, gleich im An«fange des Lebens nicht auf einen Irrweg zu gerathen,von dem sie nicht wieder kehren können.
, Die Fehler, welche sich am weitesten ausgebreitetHaben, betreffen die Absicht, warum man einen Vernf. wählen muß, die Erforschung der Fähigkeiten zu den-selben, die Erwegung der äussern Umstände, unterwelchen diese Fähigkeiten entwickelt und gebildet wer-den müssen, und die Rücksicht auf dieZeit-Umstände.Sehr oft sind aber auch die Vorstellungen-der Men-schen über die Wichtigkeit dieser Sache sehr verwor-ren und schief; daher verweile ich mich zuerst beydie-sem Puncte, ehe ich mich über die andern erkläre.
Wozu bestimme ich meinen Sohn? DieseFrageHeißt in dem Munde mancher Menschen nur so viel,als: was lasse ich ihn lernen, damit er künftig seinenstandesmäßigen oder wenigstens ehrlichen Unterhaltstnde? Es tst unläugbar, daß diese Rücksicht so langein dem menschlichen Leben viel zu bedeuten habe/ alswir mit einem Magen geboren werden, der nicht, wiejenes fabejhafte Thier in China, von bloßer Luftbefriediget wird. Aber ich gestehe, daß ich bloßdaraus die Wichtigkeit der Wahl einer Lebens-Arrnoch nicht allein herleiten mag. Mir scheint, daß je-