Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens-Art.

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daß ee die Wahl einer Lebens-Art nicht nach derWichtigkeit behandle, die sie behalten wird, so langegesunde Vernunft in der Welt ist.

Ausser dein Leichtsinn, womit man in manchenFamilien und Staren die Wahl einer Lebens - Artblinden Zufällen und ungereimten Grillen überläßt,stößt man hierbey auf ein Heer anderer Fehler, dieman in Classen theilen muß, um sie einiger Maßenzu übersehen. Unser erstes Augenmerk mögen die Ab-sichten und Beweggründe seyn, aus welchen sichder junge Bürger diesen oder andern Beschäftigungenwidmet oder widmen muß. Mich dünkt, alle Stitn-men verständiger Leute sind leicht mit einander zu ver-einigen, wenn man die Frage auswirft, aus welchenGründen der Mensch überhauptjezt angeleitet werbenmüsse, sich auf dem weiten GebiethedesmenschlichenWirkens ein eigenes abgesondertes Feld zu wählen,welche- er lebenslang vorzüglich bearbeiten wolle.Bey jedem Jünglinge, der an eine gesunde Denk-ungsrArt gewöhnt ist, werden etwa folgende vierVorstellungen sehr viel vermögen.

i. Du kannst, wenn du für ein gewisses Fachbrauchbar zu werden suchst, auf eine recht sichereArt, deinen Mitmenschen nützlich werden, undzsrmBesten des Ganzen mitwirken. Es giebt zwar Bey-spiele, wo Personen, die kein bestimmtes Gewerbe,kein besonderes Fach wählten, sich einiges Verdiensterwerben. Dem Reichen, dem Güter.-Besitzer, derweiter nichts versteht, als daß er sein Vermögen ver-waltet und sein Leben genießt, mag man es immer zu-gestehen, daß er nicht ganz eine unnütze Last der Erdesey; besonders, wenn er nebenher noch, in Erman-gelung anderer Geschicklichkeiten, gewisse Arten derWohlthätigkeit, wozu es Andern an Zeit und Ver-mögen fehlt, seine Erhohlung seyn läßt. Aber sehrehrenvoll ist doch die Bestimmung nicht, da man nur