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Lebens- Art.
über die Gränze. Will er leicht seyn, so wird er un-besonnen; will er feyerlich seyn, so wird er aben-teuerlich; will er ungezwungen seyn, so wird er fa-miliär.
In welchem Verhältnisse steht nun aber der guteund feine Ton ;um geselligen Vergnügen, zur ge-selligen -Liebenswürdigkeit, ;ur eigentlichen Unter-haltung^ Da der gute und der feine Ton auf gewis-sen allgemeinen Regeln beruhen, die ungefähr aufalle wohlerzogene Menschen und ihre Lagen im gesell-igen Umgänge überhaupt zutreffen, so können sie auchauf alle besondere Verhältnisse, die durch einen län-ger» Umgang und individuelle Neigung entstehen,nicht in dem Maße angewandt werden, daß sie un-bedingte Erfordernisse zum Glück solcher näherenVerbindungen seyn sollten. Nein! der Vortheil deSguten und des feinen Tones besteht darin, daß manvor Bekannte und Unbekannte, Kluge und Dumme,Brey- und Starr-Köpfe, unbefangen Hintritt, ih-nen Merkmahle von Achtung und Aufmerksamkeit be-zeigt, mit ihnen geht, ißt, trinkt, spielt, tanzt, Un-terredungen über alltägliche Vorfälle führt, und sieendlich verläßt; alles auf eine Weise, wobey mannicht nur sicher ist, die Gefälligkeiten, ohne welcheman nrcht gut neben einander seyn kann, wechselseitigerwiedert zu sehen, sondern auch durch die Formen,unter denen man sich geberdet und spricht, ein wohl-gefälliges Gefühl von Ungezwungenheit und Schön-heit zu erhalten und zu erwecken. Alles dieses ist we-sentlicher Vortheil bey allen Verhandlungen von Ge-schäften, welche oft ganz unbekannte, oder gar ein-ander abgeneigte Menschen zusammenbringen; es istferner wesentlicher Vortheil bey allen größeren gesell-igen Zusammenkünften zum Schmaus, Spiel, Ball,u. f. w. Denn vermöge dieses allgemeinen Anstri-ches wird niemand dem Andern, er mag von Natur