Lebens-Art.
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Welt-Gebrauchs? oder sollen wir sie für Ausdruck derLebens-Art oder Poltteffe nehmen? Man kann jedes vondiesen dreyen dabey denken Mau kann sagen: es warHerzengewinnende Herablassung des großen Königs.Wer unter uns macht sich ein Bedenken daraus, den Hutwieder aufzusetzen, wenn wir mit Menschen reden, die eSwissen können, oder erkennen mässen, daß sie unter unSsind, nachdem wir ihre erste Begrüßung durch Abziehendes Huts erwiedert haben? Man kann auch sagen: eswar Welt-Gebrauch, mir welchem der große König be-kannt genug war. Denn selbst in dieser Stellung ver,blieb doch noch immer ein Zeichen des Abstandes zwischenihm und den mit ihm redenden, deren gewiß keiner denHut so hoch neben dem Kopfe, als der König, sondern sotief als möglich neben den Knien gehalten hat. Ich abersage knhnlich, und der Zustimmung vieler meiner Lesergewiß: es war nichts mehr als Höflichkeit, bloße Manier,die der große König erwählt hatte, nicht niehr und nichtweniger, als das geschwinde Hutabziehen, mit welchem erjeden am Wege stehenden begrüßte. So den Hur nebendem Kopfe haltend, hat er manchem Menschen gewiß vielVerbindliches, aber auch andern viel Unangenehmes ge-sagt, nachdem es die Umstände, und auch wohl zuweilenseine Laune ihm angaben. Daneben war es aber auchdie beste Stellung, die er wählen konnte, um langweiligeSchwätzer von sich abzuhalten, da er es einmahl zur Re-gel gemacht hatte, einen jeden wenigstens eine Weile an-zuhören, der sich an ihn drängte. Mit bedeckten, Hauptestehend, mögte er an viele gerathen seyn, die nun gedachthätten: der König hat nun so viel Zeit zu hören, als ich,zu reden. Aber da er den Hut so nahe neben dem Kopfehielt, so war dies so viel, als wenn er deutlich gesagthätte: Ich mögte ihn gern bald wieder aufsetzen; undda ihr nun einmahl wißt, daß ich das nicht thue, so langeich mit euch spreche, so macht des Sprechens bald einEnde. Wer denn dies nicht verstand, dem sagte er balddas lezte Wort, nach welchem er seinen Hut wieder auf-fetzen und von ihm scheiden konnte (*).
I 3 Lud-
C*) Der <5«t des Röniges iß auch a!S Reliquie merkwürdiggewow«», da nädmlich Germaniens Tyrkäus, Hr, Ca-non. Glcim in Haiberstadt, den Hut des großen Mon-archen,