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Lebens-Balsam.
alles recht klar und hell werde« Hoffmann nahm ablemahl gute, aufrichtige, nicht alte und nicht ver-fälfchre Oehle zu seinem Balsam, und ließ die Oehlealle selbst destilliren, wodurch er von ihrer Aufrichtig»keit versichert war. Kaust man aber die Oehle dazu,so bekommt man sie selten aufrichtig, sondern ver-fälscht. Es nahm auch Hoffmann nicht allein einenaufs höchste rectificirten Weingeist, sondern ließ auchdenselben ein halb Jahr lang über frische Rosen undMayblumen stehen, und zog ihn hierüber ab, ließihn wieder auf frische Rosen und Mayblumen gießenund davon abziehen, bis er endlich stark genug mitdem angenehmen Rosen- und Mayblumen-Gerücheangefüllt war; und hierin lösete er hernach die Oehlein gehörigem Verhältniß auf. Will man diesen Bal-sam mit Ambra und Moschus haben, so löset man et-was weniges von beyden darin auf.
Weil das Zrmmet-Oehl zu kostbar ist, so hat manhernach solches und noch einige andere Oehle weggelassen,und den Lebens-Balsam also gemacht. Man nehme:desiillirtes Nelken-Oehl, Citronen-Ochl, und Lavendel-Oehl, von jedem 20 Tropfen; Majoran-Ochl, Krause-niünz-Oehl und Nauten-Oehl, von jedem iv Tropfen,mische solches unter einander, tröpfle von dieser Oehl-Mischung 12 Tropfen in 2 Loth über Rosen und May-Blumen abgezogenen höchstrectificirten Weingeist, undthue noch zu 2 Loth dieser Mischung i- Ouenr peruvian-ischen Balsam.
' Den Teichmeyerischen Balsam hat Hr. Host.Nicolai folgender Maßen nachzumachen gesucht. Ernahm über Rosen und Mayblumen abgezogenen höchst-rectificirten Weingeist, und ließ ihn über klein ge»fchnitlenem Sandel-Holz so lange stehen, bis er eineschöne rothe Farbe erhielt; alsdann mischte er von Ci-tronschalen-, Krausemünz-, Lavendel-, Majoran-,Rosmarin-und Nelken-Oehl so viel darunter, bisder Geruch des Teichmeyerischen Balsames heraus-kam.