Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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161
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Lebens-Kraft. 161

der Weisheit, GüteundVollkommenheitzeigt. Siegiebt uns endlich einen deutlichen Begriff von unsselbst, indem sie einen Theil von uns angeht.

Die Vollkommenheit der Handlungen unsers Kör-pers gründet sich auf die gleichmäßige Wirkung seinerTheile. So lange diese' gleichmäßige Wirkung undGegenwirkung der festen und flüssigen Theile Stattfindet, so lange übt der Körper unzählige Verrichrun-gen aus, deren Uebereinstimmung Leben und Gersundheit bestimmt. Man sagt nähmlich, daß dermenschliche Körper lebe, wenn entweder alle, odernur einige seiner Handlungen vorhanden sind; er isthingegen todt, wenn keine seiner Handlungen mehrgegenwärtig ist; gesund, wenn der Zustand seiner fe-sten und flüssigen Theile so beschaffen ist, daß sie durchihre Wirkung so vieles, als sie nur können, zu der in-nern Vollkommenheit des Körpers beytragen; krank,unter der entgegengesetzten Bedingung. ' So grün-det sich Leben und Gesundheit auf die Vollkommen-heit; Tod und Krankheit auf die Unvollkommenheitder Handlungen des Körpers. Was das Leben be-stimmt, bestimmt auch die Gesundheit, und was diesehervorbringt, ist die Quelle des Lebens; daher, wieSwieten sagt: die vollkommenste Gesundheit dasvollkommenste Leben, das vollkommenste Lebe«»die vollkommenste Gesundheit.

Die Handlungen des Körpers bestimmen ent-weder zunächst das Leben, oder sie fließen auf einenähere Art aus der genauen Verbindung des Körpersmit der Seele, oder zielen zunächst auf die Ver-wandlung der Speisen und Getränke in die Naturunsers Körpers ab, oder beziehen sich zunächst auf dieFortpflanzung des menschlichen Geschlechtes. DieSist die gewöhnliche Eintheilung der Handlungen öe£menschlichen Körpers, welche die Aerzte festgesetzt ha-ben, und sie ist allerdings hinlänglich.

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