i?6 Lebenö-Kraft.
Menge der flüssigen Theile nach sich ziehen könnte,vermindert. Dem Mangel der Säfte widersteht siedurch den Hunger, durch die Bereitung, der Säfteaus den Speisen und Getränken, durch die vermin-derte Bewegung, und durch das ZusammenziehenderGefäße, wodurch sie den starken Ausfluß hindert.Die Verirrung des Ortes erfolgt, wenn ein flüssigerTheil nicht in dem Behältnisse ist, worin er natür-licher Weise enthalten seyn sollte. Da hierbey sehrviele besondere Fälle vorkommen, so lasse ich es bey einerallgemeinen Beurtheilung bewenden. Die Lebens-Kraft widersteht dem hieraus entspringenden Scha-den: l. durch das stärkere Zusammenziehen, vermit-telst dessen sie den verirrten flüssigen Körper theilt,und durch kleinere Gefäße forttreibt. 2. Durch dieKraft der einsaugenden Gefäße. So wird das Blut,wenn es in das zeitige Gewebe ausgetreten ist, oftohne Schaden des Körpers zurückgeführt. 3. Durchdie Aussonderung. So wird das Blut, wenn es indie kleinen Absonderungs-Gefäße übergegangen ist,,bis zu den Aussonderungs-Gefäßen getrieben, unddadurch der Nachtheil, welchen die Verirrung de6Blurrö nach sich zieht, gehoben. 4. Durch die Ver-minderung der Ursachen, welche eine Verirrung ver-anlassen. Der verminderten Bewegung der flüssigenTheile widersteht die Lebens-Kraft durch die Ver-minderung ihrer Ursachen. Ist d«e Ursache eine ver-minderte Stärke der festen Theile, so hebt sie dieselbe;ist der Zusammenhang der festen Theile zu stark, sovermindert sie denselben; ist die Menge der Feuchtig-keiten zu groß oder zu klein, oder hangen die Theileder Feuchtigkeiten stärker, als sie sollten, zusammen,so widersteht sie auch diesen durch die oben angeführ-ten Hülfs- Mittel. Was endlich die zu starke Be-wegung der flüssigen Theile betrifft, so verminderttheils die Lebens-Kraft die Ursachen derselben, theils
schwächt