Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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178
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178 Lebens - Kraft.

4. Die Krankheit selbst, wovon ich sogleich redenwerde. Vielleicht ließen sich der Mittel noch meh-rere auffinden.

Zweytens muß die Lebens - Kraft schädlichen Din-gen, die in den menschlichen Körper wirken, wider-stehen, und sie leistet diesen Nutzen wirklich. Wenndaher schädliche Dinge in den Körper wirken, so kön-nen sie eine so starke Gegenwirkung der Lebens-Krafterwecken, daß dieselbe als eine wahre Krankheit anzu-sehen ist. Was sind Fieber, Ausschläge, Blutflüsse,und mehrere Krankheiten, oft anders, als die heilsa-men Bemühungen der Lebens-Kraft, oder, wennman lieber will, der Natur? Krankheiten sind daherebenfalls ein Mittel, dessen die Lebens-Kraft sich be-dient, um den Schaden gewisser Dinge von dem Kör-per abzuwenden.

Aber wie? könnte man fragen, wenn die Lebens-Kraft eine so mächtige, allen nur möglichen Krank-heiten widerstehende Kraft ist, woher der Tod, wel-chem der Mensch als Embryo, als Kind, Jüng-ling, Mann und Greis, unterworfen ist? Warumist das jugendliche Alter, in welchem die Lebens-Kraft am stärksten wirkt, wenn man die Sache allge-mein beurtheilt, der Gefahr zu sterben am häufigstenausgesetzt? Warum todten hitzige Krankheiten, inwelchen die Lebens - Kraft thätig genug ist, so oft undso schnell, da im Gegentheil langwierige Krankheiten,n welchen die Lebens-Kraft nur schwach wirkt, einenlangsamen Tod verursachen ? Um diese Zweifel zu he-ben, die vielleicht natürlich genug sind, bemerke manFolgendes: a. Die Lebens-Kraft, so stark sie auchist, bleibt endlich und eingeschränkt, und ist dahernicht unüberwindlich. 2. Die Lebens-Kraft selbstkann erkranken, z. B. bey dem Faul - Fieber.3. Sie kann zu stark werden, z. B. wenn eine voll-blütige Person eine Erhitzung zuläßt, und augenblick-