2Z6 Lebens-Mittel, Victualien.
verschafft. Wenn also die Mangel leidenden Länder, ver-möge dieser Freyheit, mit Lebens-Mitreln versehen wer-den können, daß beyde Theile keinen Schaden haben, soist sie höchst nöthig, um den Mangel durch Ueberfluß zuersetzen.
7. Abschnitt.
Von den nöthigen Mittel», den freye» Handel mit Lebens-Mittelntu erleichtern und aufjumuntern. Anwendung der bisherigenSatz« aas den in der Preis-Aufgabegemeinten Skat.
Ich habe bisher die Grunde gezeigt, warum ein freyerGetreide-Handel so Vortheilhaft ist; es kommt nunmehrdarauf an, die Anwendung auf den in der Preis-Aufga-be gemeinten Star zu machen. Zuvor muß ich aber nochzeigen, warum solcher Handel daselbst leicht einzu-führen ist.
Dre Heer-Straßen dieses States find wohl unterhal-ten, die Flüsse schiffbar, die Häfen bequem und sicher, so,daß sowohl der innere Handel, als auch der mit andernLandern, bequem geführt, und die Transport-Kosten un-gemein erleichtert werden können. Ein Monarch kannseine Schätze nicht besser anwenden, als wenn er seinenUnterthanen diese Vortheile zu verschaffen sucht. Er kanndadurch seine Pracht und edle Denkungs-Art zeigen, undselbst wichtigen Nutzen davon erlangen. Keine Ausgabe,wenn sie mit Klugheit und Menschlichkett gemacht wird,(aber nicht durch verderbliche tyrannische Zwang-Dienstedes Landinannes, der seine Hände, Vieh, Geschirr undWerkzeug dazu hergeben muß,) ist einträglicher, denn siewirft dem Landes-Herrn -rq pro Cent von dem daraufverwandten Capital ab, wie große politische Oekonomengezeigt haben (').
Da gedachter Etat nun aste die obigen Vortheile hat,so würde die völlige Handels-Freyheit mit den Lebens-Mikteln aste wichtige und vortheilhafte Folgen vollkom-men hervorbringen. Durch die schönen Heer-Straßenund schiffbaren Flüsse, welche sich astenthalben befinden,
laßt
(*) Der Abt Genavefi, in seinen Lecrionen über die bürger-liche Oekononne.