Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens - Mittel, Victualien.

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ist die Seele des Handels; wo diese fehlt, da geht erzu Grunde. Die in dieser Absicht von dem berühm-ten Grotins gemachten Gesetze in Holland sind vor-trefflich.

<4. Zur Beförderung dieses Handels trägt die schleunigeAbthuung der darüber entstehenden Processe viel bey.Gar zu viele deswegen gegebene Verordnungen, Aus-flüchte der Advocaten, Verzögerungen, Appellatio-nen, u. d. gl. heminen dir Lebhaftigkeit desselben garsehr. Diesen Unordnungen muß durch Gesetzeschlechterdings abgeholfen werden.

5. Um dieses zu erhalten, müssen die Gesetze bestimmtund unveränderlich seyn. Wenn den Verkäufern derLedens-Mittel, sowohl aus der ersten als andernHand, aus Bosheit oder Treulosigkeit, von AndernSchade geschieht, muß solcher auf das schleunigsteerseht werden.

L.-Wir haben gesehen, daß der freye Handel das wirk-samste Mittel ist, den Ackerbau aufzumuntern und znerweitern, daher sollte man suchen^, ihn durch Ge-setze ehrwürdig zu machen, um dadurch den Unter-than desto mehr zu reizen, den möglichsten Nutzenaus der Erde zu ziehen. Wo der Landmann einSclave und bey allem Ueberflusse elend ist, wo ersieht, daß er sich nie herausziehen kann , da wird erauch keinen Muth haben, und keine Kräfte anstren-gen, da werden alle Aufmunterungen der Grundbe-sitzer, und die Kosten, die sie anwenden, vergebensseyn. Das Elend, sagt Montesquieu , vertreibt dieLust zum Ehestände, befördert den Müßiggang unddie Laster, unterdrückt den Geist, vermindert dieKräfte des Körpers, macht ihn unthätig, und ver-setzt den Menschen gleichsam in den thierischen Zu-stand. Um dieses bey dem Landmanne zu verhindern,um ihn thätig und gesittet zu machen, um ihm Lustznm ordentlichen ehelichen Leben beyzubringen, darfman ihn nur die Vorrechte genießen lassen, welche ervon Natur haben sollte, die ihn von der Sclavereybefreyen, und die ihm ein bequemes Leben im Alterund eine Belohnung seines Schweißes verlprechen.Der große Heinrich IV. sagte: er wäre nicht zu,frieden, wenn er nicht sähe, daß sein Bauer Sonn-tags