Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens - Ordnung.

Die Ursache, warum man gemeiniglich die Vor-schriften einer guten Lebens Ordnung weniger achtet,als sie verdienen, liegt zum Theil mit in den so man-nigfaltigen Abweichungen der Körper von einander,daß daher von Vielen mehrere Ausschweifungen, ohneNachtheil der Gesundheit, ertragen werden. Denndas verschiedene Verhältniß der festen zu den flüssigenTheilen, die Stärke und Beweglichkeit, die Empf-indlichkeit, Schwäche des- Nerven-Systemes undder Muskeln, verursachet, daß allgemein paffendeRegeln sich nicht füglich geben lassen. Hier muß Auf-merksamkeit und eigene Erfahrung bestimmen, wieman sich am besten verhalten solle. Unnörhiz sindalso jene allgemeine Fragen: ob dieses oder jenes nütz-lich oder schädlich sey? Es kann beydes Start finden,nach der Verschiedenheit des Körpers. Indessen giebtes doch gewisse allgemeine Grund-Lehren der Diäte,tik, welche aus der Erfahrung gezogen und durchtheoretische Gründe unterstützet werden.

Ich werde zuerst einige allgemeine Regeln von derLebens-Ordnung, und sodann das Nöthigste von dem-jenigen, was ein vernünftiger Mensch, in Ansehungi. der Luft, und der Bedeckungen dawider; 2. derNahrnngs-Mittel, oder der Speisen und Getränke;z. der Bewegungen des Leibes und der Ruhe; 4. desSchlafens und WachenS; 5. der Leidenschaften; und6. der Ausleerungen, zu beobachten hat, anführen,von jedem dieser Stücke aber ausführlicher an seinemgehörigen Orte handeln.

Allgemeine Grund - Lehren oder Regeln.

Man s y für seine Gesundheit nicht zu besorgt; aberauch nicht zu kühn und unachtsam. Alles Uebermäß-ige ist schädlich. Man trotze oder poche Nicht aufseine Gesundheit und Stärke. Hat man einen Feh-ler gegen die Regeln der Gesundheit begangen, so ver-bessere