Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebcns »Ordnung.

sie zu enge, oder weil sie zu schwer sind. Daher hatman in den neuern Zeile» sehr vernünftig gehandelt,den Soldaten die allzu schwere Rüstung abzunehmen;und man muß den Jphlkrates loben, weicher derjen,ige römische Feld.-Herr war, von welchem Corneliuserzählt. daß er dem Kriegs: Heere, statt derschweren Rüstung, leichte Panzer--Hemden von zu»sammengelermten Leinenzeuge angezogen habe.

Die Schweißlöcher der Haut sind dazu bestimmt,die abgenutzten Therle des Blutes in Gestalt derDünste aus unserm Körper heraus zu führen; undSanctorius hak seine ganze Lebens Zeit daran ge-wandt, die Nothwendigkeit dieser beständigen Aus-führung unwidersprechliich und dringend vorzustellen.Man hat demnach besonders darauf zu sehen, keineArt der Kleidung zu wählen, die dieser heilsamen Aus-führung ein Hinderniß in den Weg legen könnte.Dieses könnte geschehen, indem die Schwerßlöcherder Haut allzusehr zusammen gedrückt, durch die Kältezusammengezogen, oder verstopft würden. Das erstewürden allzu enge zusammen geschnürteKleiöer thun;das andere kann sich zutragen, wenn die Kleidungenentweder allzu weit und lustig sind, daß der Wrnd hin-durch wehen kann; oder wenn man so dünne, oder sowenige Bedeckung auf dem Leibe trüge, daß ein ein-fallender Regen dieselben den Augenblick durchnässenkönnte« Das Verstopfen der Schweißlöcher trägtsich zu, wenn man den Leib mit oehligen Sachen ein-balsamirt, oder, um den Schweiß und dessen ÜbelnGeruch zu vermeiden, den Leib mit Bleyweiß.-Pul-ver u. d. gl. pudert, wie viele Frauenzimmer zu thunpflegen. Hierher gehören auch die UnreinigkeirenderHaut. Daher findet man in den Sitten, Büchernfür Kinder mehrentheils in dem Capitel von der Kleid-ung auch die Regel, sich fleißig zu waschen; und ichrechne sie billig mit unter die Gegenstände gegenwärt-

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