29o Lebens-Ordnung.
aufs neue, nachdem die Mahlzeit vorbey, und der Hun-ger überflüssig gestillt, ist, mit einem frischen Gangevon Speisen, oder mir dem sogenannten Nach-Tusche, zu reizen, kann em Jeder leicht als eine sehrun-dienliche Sache finden. Die Zucker Backwerke,eingemachte Sachen und Früchte, die dabey herumgehen, müssen nothwendig den Magen beschweren.Säure verursachen, und die Verdauung der verzehr-ten Speisen hindern.
Unter den Getränken ist das kalte Wasser für dieMenschen, und auch für alle Thiere, das natürlichste.Unter den Wassern ist dasjenige das gesundeste, wel-ches am hellesten ist, weder Geschmack noch Geruch,und von fremden Theilen keine Mischung hat.Schnee-Wasser auf dem Lande, wie auch Regen-Wasser, welches nicht von Dächern geronnen ist, hatvor andern diese Eigenschaft; hiernächst find die Was-ser aus Quellen und Brunnen zwar die schmackhafte,sten, aber fie find auch oft, mehr oder weniger, mitschädlichen Salzen und mineralischen Theilen ver-mischt. Wasser aus klaren Flüssen, von sandigemGrunde und starkem Fall, sind weniger schädlich.Die beste Sorte Wasser, welches von selbst rein ist,bedarf, natürlicher Weise, nicht durch Abkochen, Desstilliren, oder Filtriren durch Tuch oder Stein, erstgereiniget zu werden, zumahl alle diese Künste demWasser entweder einige gute Eigenschaften benehmen,oder ihm undienliche und unangenehme geben können.Mit kaltem Wasser kann sowohl die Gesundheit un-terhalten, als auch wieder hergestellet werden. VielGetränk von warmen Wasser, ist wenigstens einemGesunden nicht dienlich. Das warme Wasser ansich selbst beschwert die Glieder, macht sie schlass,erweitert und schwächt den Magen, die Gedärme,die Nerven, die Aden?, die Nreren, ja, man kannsagen, alle Theile desKörpers aufeinmahl; und Wrnd-