Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens - Ordnung.

Der gesunde Schlaf muß ruhig, ebne Träune,und der Arbeit angemessen seyn , die Kräfte ftdr'er»und den Geist munter machen. Alle Bewegung, weihevom Willen abhängt, hört auf, wenn wir schlaftn;es sammelt sich ein neuer Vorrath von Lebenügeistwnund nöthigen Säften, das Blut wird abgekühlt, rndman erwacht wieder als ein neuer Mensch. Op'ertman dem Schlafe mehr als 7 oder 8 Stunden auf,so wird hingegen der Körper von der vielen Ausdmst-ung abgemattet, und man wird vom zu langen Schlafeträge und dumm. Nach dem Essen sogleich zuBrttegehen und schlafen, ist ungesund, wenigstens bey Er-wachsenen. Man lege sich nicht auf feuchtes Gras,im Garten unter Bäume, oder an einen Orr, wodieLuft einen Durchzug hat, schlafen, weil Kalte «ndFeuchtigkeiten auf den schlafenden Körper wirken.Heftige, unruhige, fürchterliche Träume, öfteresAuffahren, Müdigkeit nach dem Schlafe, sind Zeicheneiner verborgenen oder bevorstehenden Krankheit.Man gewöhne sich in gefunden Tagen, unter leichtenund dünnen Bett- Decken zu schlafen, weil die dickenFeder-Säcke nurHihe, Schweiß und Mattigkeit,verursachen. Vieles Essen, Trinken und Leiden-schaften, stören oder verhindern den Schlaf. Die-jenigen, die unruhig schlaftn, müssen Abends wenigessen, sich des Weines enthalten, vor dem Schlafen-gehen ein Glas kaltes Wasser trinken, sich leicht zu-decken, und in einem kalten Zimmer schlafen.

5» I« Ansehung der natürlichen Ausführung,oder Verhaftung desUeberfiüffigcn,

Die Ausdunstung ist dem Körper nothwendig,und wird durch Bewegung, Arbeit, Kleider und ge-sunden Schlaf, unterhalten; doch geht sie öfters ohneSchaden zurück, oder vermindertsich, wie im Winker,yomSchrecken, nach jederVerkälkUng. Bewegung,

Hitze,