>4 Lebens- Ordnung.
H-,z. Aber man muß auch Vorstellung und gute.Räch annehmen wollen, und nicht dummstolz seynWr alle haben Fehler; vergrößerst, keinen habeiwolen. Im heftigen Zorne bemühe man sich, nunicht loszubrechen, weil es sonst immer weiter geh.unl zulezt den Menschen in Thätlichkeiten und Verdrrß verwickelt. Hier heißt es wohl: Mensch, bvderke die zukünftigen Dinge! So geschehen Monun) Todschlag, Schlagflüsse, Lähmungen. Ist einicht besser, etwas vm-b ißen und nachgeben, als sie»odir Andere umbringen?
In der Wut des Zornes meide man kaltes Trittker, Wein, Meditiren, harte, unverdauliche, fetteGreifen, und nehme niederschlagende Mittel. Wenes immer wohl geht, wer stets viel von Andern vrukargt, und noch nichts in der Welt erfahren hat, d«wi-d sich leichter und öfter erzürnen, grämen un)treurig werden. Deswegen ist Armuth, und Unglückoft die beste Tugend.-Schule. Empfindltchkeit, w>,dmch wir von allem Unangenehmen scharf angegriffenwerden, ist eine der unglücklichsten Neigungen zu Le-deeschasten. Man bestrebe sich also, sie zu schwö,chm. Das beste ist: man erwarte nicht von denMenschen Gutes, traue nicht zu viel auf Worte,ha te seinen Körper strenge, ermüde sich durch Arbeit,vermeide, was die Nerven anspannen und schwächenkann, verschaffe sich einen Freund und Liebe. Ein-sankest, Sorgen, Verdruß, Furcht, Nachsinnen,Mollust, erhöhen die Empfindlichkeit ungemein.Ir dem ersten Anfalle des Zornes widerspreche manden Erzürnten nicht, sondern gebe ihm Recht, wenner auch Unrecht hat; Widerspruch und auch vernünft-ig! Vorstellung erbittert. Ist der Zorn erkaltet,dann stelle man ihm sein blnrecht vor, bann wird eSEndruck machen.