Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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402 Leber-Fluß.

vom Laufe der Krankheit übersehen ( ,si ). Man Hakdemnach auf dasjenige, was sie sagten, keine weitereRücksicht zu nehmen.

Sobald die spätern Aerzte aufhörten, anGalen'sUnfehlbarkeit zu glauben, und ihn blindlings nachzu-beten, auch eine vernünftigere Physiologie, die Lebervon dem Geschäfte, Blut zu machen, frey sprach,gewann die Meinung vom Leber-Fluß eine ganz an-dere Gestalt, ja, man wagte es sogar, an seinerExistenz zu zwerfeln. Sylvius C 7 ) sahe den Fluxushepaticus nie, und zweifelt, ob ihn Andere je gesehenhätten; und Ettmüller ( |S ) erklärt den, aus einemUnvermögen der Leber Blut zu erzeugen, hergeleite-ten Fluxus hepaticus für ein Unding. Er, und diemeisten folgenden Aerzte, ließen ihn nun aus andernQuellen entstehen, und wichen in ihren Beschreibun-gen immer bald mehr, bald weniger vom Galen ab,so daß, so viel ich weis, keine einzige glaubhafte Beob-achtung eines neuern Arztes vorbanden ist, in welcherder Leber-Fluß so, nne ihn Galen gesehen habenwollte, und in Begleitung der oben genannten Sym-ptome, beschrieben wär«. Man hielt sich fast alleinan die von ihm angegebene Beschaffenheit der Aus-leerung, ohne auf seine andern Bestimmungen Rück-sicht zu nehmen.

Billig dringt sich uns nun, bey Betrachtung des-sen, die Frage auf: was sollen wir von Gaien's Flu-xus

Arten von intemperies dabey Statt finden könnten. Ga-

Un. de compos, medic. p. loö. JL. g, c. 6 , litt b Alex.1 'rallian. L. 8, C. Z.

(16) Sie begnügten sieb daher, jeden blutig-wässerigen Durch-ftill Fluxus hepaticus jll nenne», wie die uiire» angeführ-ten Erfahrungen des Bomius rc. beweisen.

(17) Franc, de[le ÜoeSylvii Prax. med. L. I, c. 1;. C4,

(18) Oper, med. (Frf. M. 1697.) XI. p. 167,