Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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413
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Leber-Fluß. 411

zu der Erfahrung des Bonthis hinzu: similem obser-uaui ipse, Mantae ad Sequanam, anno 1730.

Aehnliche Ausleerungen können aber auch bey an-dern Geschwüren in der Höhle des Unterleibes, diesich in den Darm-Canal ergießen. Statt finden.Von einem Geschwürs im Gekröse, welches einen sogenannten Leber-Fluß verursachete, führt Bonetusaus Jo. Rhodius einen Fall an (*’-)» Einer unsererachtungswürdigsten Aerzte, Herr geheim. RathSeile ( J5 ), läßt den unschmerzhaften fieberlosen Ab-gang einer rörhlich gefärbten Flüssigkeit, den er Flu-iüs hepaticus nennt, von Erosionen und Auflösungen,oder auch von Erschlaffungen in den Extremitäten derGesäße der Leber und der Gedärme entstehen. „Nicht„immer," sagt er: „ist die Leber, sondern auch oft„und mehrentheils sind die Gefäße des Gekröses, die„Quelle der abgehenden Feuchtigkeit." Ich bleibejezt bloß bey dem Falle stehen, wo die Leber die Quelleseyn soll.. Hr. Seile nennt als Ursachen Erosione»und Auflösungen der Gefäße. Mit andern Wortensoll dieß doch wohl so viel heißen, als Geschwüre oderfaulrge Verderbniß der Leber? Hier müßten dannaber doch gewiß Entzündung, oder wenigstens Ver,Härtung der Leber vorhergegangen seyn, wovon aberHr. Seile, so wie von andern Zufällen, die noth-wendig die Destructiv» dieses Eingeweides begleitenmüßten, nichts erwähnt. Auf eigene oder fremdeErfahrungen, so wie auf Leichen-Oeffnungen, be-ruft sich Hr. Seile auch nicht; und ich muß aufricht-ig bekennen, daß ich seine Meinung, von der Naturder Krankheit, wenigstens unvollständig und undeut-lich

(;r) Boneti Sepulchr. anat. To. r, L. g, sect. 12, obs. 6.Sauvagcs macht hieraus eine eigene Spccie«; Hepaiir-rlioea mesenterica.

(5?) Medicina clinica, Hechel? Aujl. (Perl. >7??, gk- 8>)H. 45?.