Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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4Z 2 Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.

süchtige Kranke, bey denen die Leber sehr gesund ist,und bey welchen die Absonderung der Galle auf dieregelmäßigste Art geschieht. Verschiedene Beyspieledavon, führt Portal, a. ang. O., an; und imXVl Th., S. 7t>7, habe ich Fälle nahmhaft ge-macht, wo eine Gelbsucht nach dem Bisse grstigeroder zorniger und rasender Thiere, folglich ohne vor-hergegangene Krankheit der Leber, erfolgt ist.

So wie man aber auf der einen Seite, der LebergewiffeKrankheiten zuschreibt, von denen dieselbe freyist, so giebt es auch auf der andern Seite wieder einigeKrankheiten, die wirklich ihren Sih in der Leber ha-ben, ob man sie gleich öfters andern Eingeweiden zu-schreibt. Da dieses Eingeweide an dasZwerch -Fell,an die rechte Niere, an den Grlmm-Darm und anden Magen stößt, welchen leztern es zum Theil mitbedeckt, so geschieht es daher, daß man die genann-ten Eingeweide für krank hält, ob sie gleich iu derThat gesund sind, und ungeachtet nur bloß die Le-ber leidet. Diefes Irrthumes wird an verschiede-nen Stellen der Werke von Morgagni (de iedibus& caussis morborum), und üon Lientaud (Historiaanatomico pathologica) gedacht. Mau vergleichehiermit dasjenige, was ich unten von Verstopfungenund Stockungen in der Leber sagen werde.

Eine gewisse widernatürliche Veränderung derLeber, derenErwähnung thut, welche dieübrigen Aerzte fast gar nicht zu kennen scheinen, diePortal aber selbst zu beobachten Gelegenheit gehabthat, ist die Blutstürzung aus der Leber, Hae-morrhagia hepatica, wobey das Blut durch den ge-meinschaftlichen Gallengang (Du^us choledochus)aus ber Leber herausfließt, und welchen man nicht,wie ich bereits oben erinnert habe, für Galen's Leber-Fluß zu halten hat. Portal hatte schon vorher in5 oder 6 Körpern, die er auf fernem Zergliederungs-

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