Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 48*

weiß von Farbe. Die Galle erreicht, wegen des Dru-ckes auf die Gallen-Gänge, nicht den Leber-Gang,und kann also nicht in die Gallen-Blase gelangen.Die Farbe der Haut ist in solchen Fällen gelbsüchtig,und bleibt beständig so, weil sie von einem unverän-derlichen Zustande der Leber abhängt. Dies ist diegewöhnliche Erscheinung von demjenigen, was manüberhaupt eine skirrhöse Leber zu nennen pflegt, undwovon bereits oben, S. 45°, Erwähnung geschehen ist;allein, es giebt andere harte Knoten in der Leber, wel-che der Struktur eines Skirrhus in andern Theilendes Körpers ähnlicher scheinen.

Man sieht zuweilen harte weiße Massen in derLe,ber sich zu einer ansehnlichen Größe bilden. Oft sinddiese große weiße Rnoren von der Größe einer Ka-stanie, zuweilen aber sowohl merklich größer alsauch kleiner. Sie finden sich nahe an der Oberflächederselben in größerer Anzahl, als gegen die Mitte ih-rer Substanz. Zwey oder drey Knoten liegen gemein-iglich nahe an einander, und eine ansehnliche PortionLeber, die gesund ist, zwischen ihnen und einem Klum-pen gleicher Knoten. Sie bestehen aus einer sehr fe-sten, einförmigen, undurchsichtigen weißen Substanz,und sind überhaupt auf ihrer äussern Oberfläche etwaseingedrückt, oder ausgehöhlt. In dieser Krankheitist die Leber gemeiniglich sehr merklich über ihren ge-wöhnlichen Umfang erweitert. Diese Knoten schei-nen zuerst rings um die Blut-Gefäße der Leber ge-bildet zu werden, wie man wahrnimmt, wenn mandie Leber in diesem Zustande zerschneidet. Währenddie Leber in solchem Zustande der Krankheit sich be-findet, ist bisweilen Wasser in der Höhle des Unter-Leibes enthalten, bisweilen aber auch nicht. Manch-mahl ist die Leber von Ansammlung der Galle starkgefärbt, bisweilen hingegen ist die Farbe der Sub-stanz der Leber zwischen den Knoterfgauz natürlich,ivek. technol. Enc. LXVII Th. H h Dre