Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 491
Fleisch im Maule, der innere Theil der Augendeckel,und die Augenwinkel, eine gelbrothe Farbe haben,und wenn das Weiße im Auge auf das Gelbe zieht.Dies sind sichere Zeichen, daß die Galle, wegen Ver-stopfung der Leber, sich in das Geblüt ergossen hat,und alles, was vom Blute befeuchtet wird, färbet.Bey vielen Krankheiten ist gemeiniglich die Verstopf-ung der Leber der eigentliche Grund derselben. DasBlut, welches in subtilen Aederchen stehen bleibt,verursachet Hihe, Fieber, kurzen Athem, Keichen,und Entzündung der Leber; und da es durch die ge-meinen Mittel nicht flüssig und gangbar gemacht wer-den kann, seht es sich so fest an einander, daß endlichVerhärtungen und Skirrhe daraus werden.
Nach Hrn. v. Sind Rathe, muß man anfäng-lich , sobald man die Krankheit erkennt, zertheilendeund auflösende Mittel anwenden, wodurch die Stock-ung gehoben werden kann; widrigenfalls, wennschoneine Verhärtung da wäre, geht diese entweder inSuppuration oder in Brand über, und es erfolgtplöhlich der Tod. Man gebraucht sowohl inn- alsäußerliche Mittel, welche die Zertheilung und Auf-lösung des stockenden Blutes bewirken. Zu lezternwird gebraucht:
IJc, Vngu. dialth. Zü),
01. absinth. Hif).
deil. ancth. 3ij»
Camph. 3j.
M. f. Vnguentuii).
Mit dieser Salbe wird daS Pferd von der rechtenHand zur linken hinter den Rippen bis zum Nabelgeschmiert, und mit der Hand stark eingerieben, wel-ches täglich 2 bis 3 Mahl geschehen muß. Man»nacht auch dem Pferde ein Dampf-Bad, wobeyman folgender Gestalt verfährt: