Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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6zc> Lecker-Maul. Lection.

Daher die Leckerhaftigkeit, die ungeordneteNeigung zu leckern Speisen und Gegenständen, inder ersten Bedeutung dieses Wortes. Fr.velicareste,Friandise.

Lecker - Maul, Diminut. Leckermäulchen, im gem.Leben, eine leckere, leckerhafte Person; Nieders.Leckertäne. L. Lupes, Lupediarum appcrens, Ho-mo laurus ; Fr. Friand, c^ui a de la friandifa.

Leckern, von diesem Zeit - Worte ist nur das zusammen-gesetzte verleckern gebräuchlich, i. Mit Leckereydurchbringen, im g. L. Sein vermögen verleckern.

2. Verleckcrt seyn, auch nur im g. L., im Ho-hen Grade leckerhaft,, nach leckern Speisen begierigseyn. Ein verleckerrer Mensch.

Leckmäulen, Fr. sc joindrc, heißt, auf Bergwerken,wenn die Gänge zusammen kommen, und anfangengut zu thun, und Ueberschuß zu geben.

Lecknilz, ein Fluß ; siehe Locknitz.

Leckritze, Liquiritia ; siehe Süßholz.

Lecque, eine RechenMünze; s.imFVIIlTH., S.4rr.

Lecrelets, eine Art Pfeffer - Kuchen; s. PfeffersRüchen.

Leftica, siehe Sänfte.

Lcßicarü fervi, bey den alten Römern; f. imXFlTH.,S. 341, f.

Leßiminga Lobei,, siehe Röhrkraut.

Lection, aus dem Lat. Leäiio, im gem. Leben einigerGegenden, ein Stück eines Buches oder Kapitelsaus der Bibel, welches in der Kirche vorgelesen wird.Dergleichen Leccionen die Evangelien und Epi-steln sind.

Daher: Einern die Lection (die Epistel) lesen,im g. L., ihm einen derben Verweis (Filz, Wischer)geben; im Oberdeutschen Leyge.

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