Ledreborg. 643
&tt itt bet Distanz (--b); aber die moorige niedrige
Erde sagt uns was hier gewesen. Viele ioo Jahre eheLeire als königlicher Eih berühmt wurde, hatten die um-liegenden heidnischen Völkerschaften ihre gottesdienstlicheFeyer hier; denn nichts ist nach allen Erörterungen wahr-scheinlicher, als daß die Göttinn Ertha öder Hertha hiereinen Sitz und Dienst gehabt.
Taciti Bericht davon im 40 §. <l« »tu ot moribuj Germa.Boxum, ist folgender: „Sie beten insgesammt Hertha™, d. i.„die Mutter der Erve, ->:i, (also wie die Aegvpter ihre lüä«n>.„und die Griechen ihre Lererem,) von welcher sie vermeinen,„daß sie sich in menschliche Geschäfte menge, nnd die Völker be<„suche. Auf einer Insel des Weltmeeres ist ein Wald, derLeusch,„heir genannt, darin ein mit Kleidern verdeckter Wagen steht,„welchen niemand als der Priester berühren darf; dieser weis,„wann die Göttinn in ihrem innersten Winkel zugegen ist, folgt„derselben darauf mit großer Andacht nach, da sie auf einem Wa«„gen von Kühen gezogen wird. Die Lage da sie so erscheint, sind„lauter Festrage, und an denen Oerlcrn, die sie mit ihrem Besuche„beehrt, werden Gastereyen angerichtet. Friede und Ruhe wurde„damahls nur so lange geschmeckt und beliebet, bis derselbe Prie«„ster die von dem menschlichen Umgänge gesättigte Göttinn wieder„in ihren Tempel gebracht, worauf alsobald der Wagen, dieKlei,„der und'(w«nn man es glauben will,) die Göttinn selbst in einem„verborgenen Tee abqewaschen worden; Knechte sind damit be«„schäfligk, welche bald darauf derselbe See verschlinget. Davon„entsteht ein heimliche« Grauen und eine heilige Unwissenheit:„war da« seyn mag, das nur diejenigen sehen, die darauf sterbe»„müssen?"
Alles dieses hat unser berühmte Professor, Hr. Au-ch ersen in einem Tractat: Vallia Hertha« Dcae genannt,so erörtert, daß daraus erhellet, daß weder Helgelandnoch Rügen (wie man sonst meinen wollte,) sondern dieseGegend bey Lethraborg der Sitz der Göttinn Hertha ge-wesen; besonders verdient von seiner Abhandlung?. i.c. 10. §. ig. p. 38g. gelesen zu werden. Der Tractat istmit einem in Kupfer gestochenen Plan versehen, der es er-leuchtet, und die gegenwärtige Karte (Fig. 3980) thuthier dasselbe.
Man steht hier ein langes Thal, No. 5, das eigentlichton 7 anfängt; und es zst sehr wahrscheinlich, daß indemselben das Penetrale oder der innerste Winkel derGöttinn sich befunden hat. 3, jezt Vhire - SoC, d.i. weißeSee, vordcm der heilige See genannt, mag wohl derSee seyn, wo der heiliZe Wagen abgewafchen wurde, und
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