Levreborg. 645
skilde herum. Saxo berichtet, daß zur Zeit Walde-mar's l. hier nur ein Skats-Gefängniß war. Im Jahr166; standen noch 2 Bauer-Höfe auf der Stell?des vor-igen Schlosses, welche Uedleyre genannt wurden; jeztsind hier 6 Bauer-Höfe und n Häuser, welches Dorfden Nahmen Leire hat.
Man hat hierum von Zeit zu Zeit große Schwerter,Helme, Urnen und Todtenbeine ausgegraben, welche vonden Helden - Thaten der vorigen Einwohner zeugen; aberdie überirdischen Spuren von Hügeln und Steinen, ge-ben uns von dem kocal augenscheinlichere Begriffe, welchedie Nahmen uud deren Erklärungen von unsern Anti-quariis zu Beyträgen der alten Historie erhöhen. DerGrund des königl. Schlosses wird noch auf der Stelle desBauer-Hofes gezeigt, der daher noch mit dem NahmenRongs-gaard, oder Rönigs-Hof, beehret wird (34),dabey sieht ein großer Stein, welcher einem Lehn - Stuhlenicht unähnlich und also vielleicht ausgehauen ist, welcherdaher, und weil er, nach einiger ihrer Meinung, zu denHuldigungen der Könige gebraucht worden, den NahmenRongs-Stol bekommen (22). Nahe dabey findet maneinen großen Stein, der Stuhl der Königinn (Dronning-Slot und Dronning, Steen) genannt; dieser ist in etwashohl und flach, und dessen Platz rund herum mit andernkleinen Steinen besetzt (22). Auf diesem Dronning-Gtolsaß vordem die Königinn am Krönungs-Tage mit den da-mahligen Jnstgnien ausgeschmückt, um die Huldigunganzunehmen. Beyde Steine standen eigentlich erst aufdem Dans, Hügel, sind aber von da hierher gebrachtworden. Dieser Daus - Hügel liegt wohl westlich vorLeire, (denn auf der Karle sehe ich solchen nicht); es istein über 300 Ellen langer und 20 Ellen hoher Hügel, oderErd-Höhe von grobem Sande, und mau meiner, daß derKönig Dan daselbst begraben liege.
Sonst ist zu merken, daß auf der Stelle (zK), wo dieBache Lornerup- und Leire- 2 la sich vereinigen, und einStück von einem Quadrat formicet! , eine Menge Steineaufgerichtet sind, welche (nach Anderer Mernung) sollenden Platz abgegeben haben, wo das Schloß gebauet wor-den, oder zuin wenigsten (nach IVo-.mim , in Mmn. D»n.L. 1. p. 25) der HuldignngS-Platz gewesen seyn; wie dennder dabey liegende große Hügel (24) noch der Huidigungs-
Ss 3 Hügel