Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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678 Leer.

Rrug, «in leeres Faß, ein leerer Beutel. Das Glasist leer. Eine leere Nuß, welche keinen Kern hat.Die Stadt wird von Menschen leer. Das ganzeHaus steht leer, unbewohnt. Eine Stube leer ma-chen, die Dinge, welche sie anfüllen, ausräumen.Leeres Stroh dreschen, welches keine Körner ent-hält; imgl. figürlich, eine vergebliche Arbeit thun.Ein leerer Raum, das Leere, im schärfsten Ver-stände, in welchem sich gar keine Körper, folglich auchkeine Lust- oder Licht-Theilchen befinden; SieheLeere. Leere Taschen haben. Mir leeren Händenkommen, ohne Geld, ohne Geschenke. Auch nurallein, leer kommen, leer weggehen, d. i. mit leerenHänden. Leer bey etwas ausgehen', nichts bekom-men. Ein leerer Magen, ein hungeriger. Bey ei-nem leeren Magen kannsichs unmöglich lieben, Naß.

(2) Von ebenen Flächen, mit keinen andern Din-gen beseht, ledig. Ein leerer wagen. Der wagenfährt leer wieder zurück. Die Erde war wüste undleer, i Mos. 1, 2. Ein leeres, unbeschriebenes,Papier. Einen leeren Platz lassen. Den Tisch leermachen. Es ist kein Play mehr leer. Der Stuhlsteht teer.

2. Figürlich, in einigen besondern Fällen.

a) Von Wissenschaften oder nützlichen Kenntnis-sen leer. Ein leerer Ropf, auch ein solcher Mensch.Der leerste Ropf in der ganzen Sradc.

b) Leer von nährender Kraft. Rrebse sind eineleere Speise. Es schmeckt so leer, so kraftlos.

c) Leer von Wirkung, von Nachdruck. Ein lee-rer Schall, der keine Bedeutung hat; imgl. der keineWirkung hat. Leere Worte, ohne Empfindung,ohneKraft, ohne Wirkung. Leere Versprechungen.Leere Drohungen. Das worc soll nicht leer wie-derkommen, Es. 55 , U.

d) Leer