742 Legen.
Runst, auf die Handlung, auf das Zeichnen legen.Sich auf das Trinken, aufdcnMüßiggang, aufdasFluchen legen. Da diese ganze R. A. sich höchstensfür die vertrauliche Sprech-Art schickt, so nimmt siesich in der ediern und höhern nur schlecht aus. Erlegt sich nun aufs Bitten, er fängt nun an zu bitten.In der vertraulichen Sprech-Art auch zuweilen ohneRecjprocation:
Der Hase lege es nun aufs Flehen.
H a g e d.
(c) Bestimmen, erklären, doch nur im Nieder,sächsischen. Einen Verbrecher friedelos legen, ihnin die Acht erklären. Einen Tag legen, ansehen, be,stimmen. Schwed. lägga.
(z) Mit dem merklichern Neben, Begriffe derRuhe, des Aufhörens von der Bewegung. EinKörper, welcher auf seiner größten Seite ruhet, ist derBewegung am wenigsten.fähig. Einem das Hand,werk legen, im g. £,, ihm verhindern, fein Handwerkzu treiben, und in weiterer Bedeutung und im ver,ächtlichen Verstände, ihn an Erreichung einer Ab,sicht, an Vollziehung einer gewohnten HandlungHindern. Am häufigsten als ein Reciprocum. Die'Wellen leget» sich, hören auf zu toben. Der Windhat sich gelegt, wenn der Sturm sich lege»»wird.Die Rälce wird sich bald legen, wenn sein Zornsich legen wird. Die Schmerzen fangen an sich zulegen. Das Griech. TvJjysw, bedeutet gleichfallsaufhören, sich legen.
Daher die Legung, statt dessen aber doch auchausser den zusammengesetzten Zeit-Wörtern am häuf-igsten das Legen, und im Abstracto die Lage ge-braucht wjcd.
Bey dein Kero leccen, bey dem Ottfried lceg-cn,bey dein ll lph i las hgjan, im gsieders. liggen, in Yengemeinen oberdeutschen Mund-Arten mit Ausstoßung des
Gau-